Derby zum Rückrundenauftakt

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Am Niederrhein..  Abstiegs- gegen Aufstiegskampf heißt es am Sonntag ab 15 Uhr am Pannebecker, wenn zum Rückrundenauftakt in der Kreisliga A der SC Westfalia Anholt (13. Platz/17 Punkte) auf den SV Haldern (4. Platz/33 Punkte) trifft. Dabei ist die Wintervorbereitung der beiden Kontrahenten ein wenig das Spiegelbild der bisherigen Saison. „Die letzten Wochen waren doch sehr durchwachsen und holprig“, hatte Westfalia-Trainer Hans-Georg Trinker etliche personelle Ausfälle zu beklagen. Außerdem konnte das Team nur ein einziges Testspiel beim SV Hamminkeln II (1:1) bestreiten.

Auch am Sonntag werden die Schwarz-Weißen auf einige Akteure verzichten müssen. Neben Markus Gasseling, Fabian van Hal und Jaffar Ahmidouf, die gar nicht mehr zur Verfügung stehen, fallen Arno Messing, Christoph Konnik, Filipe Oliveira Leite und schließlich auch noch Torjäger Matthias Teronde aus, der sich vor anderthalb Wochen den Mittelhandknochen gebrochen hat. „Die Voraussetzungen sind natürlich nicht ideal, nichtsdestotrotz haben wir noch 13 Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft und sind in dem Match sicherlich nicht chancenlos“, meint Trinker, der dabei auch an das Hinspiel verweist: „Das haben wir unglücklich und nur deshalb mit 1:2 verloren, weil wir uns taktisch nicht gut angestellt haben“.

Bei den Lindendörflern waren zwar die Trainingsbedingungen im Januar und Februar alles andere als optimal, dafür konnten die Rot-Weißen aber mehrere Vorbereitungsspiele mit fast immer dem kompletten Kader und zumeist positiven Ergebnissen absolvieren. „Einige Dinge haben gut funktioniert, andere müssen wir noch deutlich verbessern“, sah Stratmann in diesen Partien Licht, aber auch Schatten. „Leider grassiert nun ausgerechnet während dieser Woche die Grippewelle bei uns“, bedauert Stratmann, der daher noch nicht genau weiß, wer ihm letztlich zur Verfügung steht.

„Ich erwarte in Anholt wieder ein kampfbetontes und sehr schweres Spiel für uns, ich kann mich nicht daran erinnern, überhaupt mal dort gewonnen zu haben“, hat Stratmann an die Halderner Partien bei der Westfalia keine guten Erinnerungen. „Die Anholter Mannschaft ist sicherlich auch besser besetzt als ihr momentaner Tabellenstand“.
SV Rees –
TuB Mussum (So. 15 Uhr)

„Es wird Zeit, dass es ans Eingemachte geht“, hofft auch Bernd Franken, Trainer des abstiegsgefährdeten SV Rees, dass es am Sonntag endlich wieder um Meisterschaftspunkte in der A-Liga geht – und nicht das Wetter noch einen Strich durch die Rechnung macht.

Dabei will der Übungsleiter des momentan Drittletzten (12 Punkte) das Match offensiv angehen. „Wenn wir mit dem Kopf oben in die Rückrunde gehen wollen, sollten wir diese Partie gewinnen“, lautet die klare Vorgabe des Coaches. „Wir werden uns daher sicherlich nicht hinten reinstellen und auf den Lucky Punch hoffen, sondern wollen selbst mutig nach vorne spielen“.

Mit TuB Mussum stellt sich zum Rückrundenauftakt der Tabellensiebte (24 Punkte) an der Ebentalstraße vor. „Der Gegner ist sicherlich keine Spitzenmannschaft und uns ordne ich eigentlich eher im Mittelfeld ein – wenn alle fit sind“, schätzt Franken die beiden Kontrahenten zumindest auf Augenhöhe. Positiv, dass seine Mannschaft in den kommenden Wochen die Abstiegsränge verlassen wird, stimmt den SVR-Coach auch die gute Vorbereitung. „Alle haben gut mitgezogen“, zeigt sich Bernd Franken zufrieden.

Verzichten müssen die Grün-Weißen auf Edgart Rehl (Studium) sowie Sebastian Verfürth aufgrund von Rückenproblemen, die noch nicht genau diagnostiziert sind.