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Der SV Werth steigt ab, TuS Haffen-Mehr hält die Klasse

10.06.2012 | 20:27 Uhr
Der SV Werth steigt ab, TuS Haffen-Mehr hält die Klasse

An Rhein und Issel. „Das Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison. Ein ständiges Auf und Ab“, pustete Michael Häsel, Trainer des TuS Haffen-Mehr, nach dem 2:2 (2:1) bei der DJK 97 Bocholt und dem damit perfekten Klassenerhalt kräftig durch.

Der Coach brauchte, wie sein Team, erst einmal einige Minuten, um das Geschehene zu verarbeiten. Denn fast hätte sich der TuS noch selbst um den verdienten Lohn gebracht. „Wir hätten unsere Chancen einfach nutzen müssen, dann wäre es zum Schluss nicht mehr spannend geworden. Ich bin froh, dass wir für unsere Fahrlässigkeit nicht noch bestraft wurden“, so Häsel, der mit seinem Team „viel Lehrgeld in der ersten A-Liga-Saison zahlen musste“.

Zunächst gingen die Gastgeber durch Kevin Schwing (13.) in Führung. Der Gegentreffer war so etwas wie ein „Hallo-Wach-Effekt“, denn fortan dominierten die Orange-Schwarzen, die nur elf Minuten später durch Martin Sachse egalisierten. Der Torschütze wurde dann in Minute 33 im Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt, die Pfeife des ansonsten guten Schiedsrichters blieb aber stumm. Kurz nachdem Martin Wingers (42.) eine gute Möglichkeit liegengelassen hatte, traf Maik Sachse zur hochverdienten Halbzeitführung.

Auf dem Weg in die Kabine gab es für den Bocholter Patrick Schülingkamp die Gelb-Rote Karte. Zunächst drosch er den Ball weg, dann beschwerte er sich zu heftig über den Karton und konnte in der Pause direkt in der Kabine bleiben.

Nach dem Wechsel war der TuS weiterhin das gefälligere Team, die deutliche Überlegenheit war aber nicht mehr vorhanden. Dennoch hätte erneut Wingers den Sack endgültig zumachen müssen, scheiterte aber am Bocholter Torwart (73.). Auf der Gegenseite kassierte der TuS das 2:2, nachdem Kevin Feldbusch auf der rechten Seite freigespielt worden war und zum Ausgleich traf (74.). Von dem Zeitpunkt an schwamm der TuS bis zum Schlusspfiff im Defensivverbund, obwohl die DJK 97 nur noch mit acht Feldspielern agierte, da Frederik Howestädt in der 78. Minute ebenfalls die Gelb-Rote Karte sah.

Für Frank Babenerd und Daniel Touzri war es das letzte Spiel für den TuS Haffen-Mehr. Beide hängen die Schuhe an den Nagel.


SV Werth –
Olympia Bocholt1:4 (0:2)

Trauer am Pendeweg. Der SV Werth steigt nach zwei Jahren aus der Kreisliga A ab. Im als Abstiegsendspiel apostrophierten Duell gegen den FC Olympia Bocholt unterlag die Elf von Hans-Georg Trinker mit 1:4 (0:2). „Wir sind mit der Drucksituation nicht zurecht gekommen“, bilanzierte der Werther Trainer. „Das war mit Abstand unsere schlechteste Leistung in der Rückrunde.“ Einen unglaublich nervösen Start legten die Hausherren vor einer stattlichen Zuschauerkulisse hin. „Es war von Beginn an eine Blockade da“, erklärte Trinker. So ging der Bocholter Traditionsverein bereits nach vier Minuten in Führung. Auch in der 27. Minute präsentierten die Werther wieder ein konfuses Defensivverhalten, was zu einem weiteren Gegentor führte. Bei den Gastgebern kam noch einmal nach der Pause Hoffnung auf. Lukas Ebbert gelang der Anschlusstreffer (64.). Doch die routinierten Bocholter ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. In der 69. und 88. Minute trafen sie zum 1:4-Endstand.

„Es tut mir leid für die Mannschaft, das hat sie wirklich nicht verdient“, meinte Trinker. „Wir müssen uns jetzt dieser Situation stellen.“


TuB Bocholt II –
SV Haldern0:2 (0:0)

„Wir sind auf Rang vier gelandet, das ist ein guter Abschluss“, fand HSV-Coach Jürgen Stratmann. Nach holprigem Beginn kamen die Gäste besser ins Spiel. Michel Schöttler sorgte für das 1:0 (70.). Nach feiner Vorarbeit von Sven Koster gelang Christopher Möllenbeck der Endstand. Nach dem Spiel traf sich das Team beim Trainer zum Grillen.


Westfalia Anholt –
08/29 Friedrichsfeld II 3:5 (2:1)

Trotz des Sieges steigen die Gäste aus der A-Liga ab. Für Anholt trafen vor der Pause Christoph Booms und Karsten Koriath, nach dem Seitenwechsel Matthias Teronde.

Andreas Pesnjakund Torsten Tenbörg

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2012-06-10 20:27
Emmerich Rees Isselburg