Der RSV Praest ist neuer Stadtmeister

Emmerich..  Der RSV Praest hat die Krone des Emmericher Hallenfußballs wieder auf seinem Haupt. Gestern Abend gewann die Mannschaft von Roland Kock das hochklassige Finale gegen den SV Vrasselt mit 5:4 (5:2). „Wir sind im Endspiel gut angefangen, haben es aber leider nicht vernünftig zu Ende gespielt. Nichtsdestotrotz war der Sieg verdient“, so RSV-Coach Roland Kock.

Im besten Spiel des gesamten Wettbewerbs ging der spätere Stadtmeister durch Michael Schulz in Führung. Alexander Lohmann konnte für den SVV ausgleichen. Ein Freistoßtor von Marcel Heiliger brachte erneut die Gelb-Schwarzen in Front. Dieses Mal egalisierte Marc Warthuysen. Noch vor der Pause erhöhten Maveric Hülsmann, Dennis Thyssen und Juri Wolff zum 5:2 für Praest. Doch die zweite Hälfte sollte noch mal richtig spannend werden. So bekam Justin Ising eine Zwei-Minuten-Strafe, doch der SVV konnte trotz bester Möglichkeiten die Überzahl nicht nutzen. Als fünf Minuten vor dem Ende Marvin Schwarz ebenfalls für zwei Minuten zusehen musste, brachte Lohmann seine Farben wieder heran. Zwei Minuten vor dem Ende war es wiederum Lohmann, der traf. Doch der RSV brachte den Vorsprung über die Zeit.

Zuvor setzten sich in den beiden Halbfinalspielen die Favoriten aus der Bezirksliga durch. Der SV Vrasselt schlug zunächst den Titelverteidiger VfB Rheingold mit 6:1 (1:0). Doch gerade im ersten Spielabschnitt war der A-Ligist über weite Strecken sogar das bessere Team. Allerdings mangelte es am Abschluss. Nach drei Minuten hatte beispielsweise Pierre Elspaß die große Chance, den VfB in Führung zu schießen, scheiterte aber am glänzend aufgelegten SVV-Keeper Nico Roszykiewicz.

Marco Buscher sorgte nach acht Minuten für die 1:0-Halbzeitführung der Blau-Weißen. Kurz nach dem Seitenwechsel setzte Hikmet Eroglu aus vier Metern den Ball haushoch übers Tor, so dass es nicht zum Ausgleich kam. Was den Rheingoldern fehlte, war Kaltschnäuzigkeit, die wiederum Vrasselt bewies. Nach drei gespielten Minuten in Durchgang zwei erhöhte erneut Buscher. Beim VfB schimmerte noch mal Hoffnung auf, als Fadel Akyel mit einem ansatzlosen Flachschuss verkürzte.

Doch die Vrasselter hatten eindeutig die besseren Einzelspieler auf dem Parkett. Besonders Alexander Lohmann wusste mit Technik und Übersicht zu überzeugen. Darüber hinaus blieb der 22-Jährige vor dem Tor kalt wie eine Hundeschnauze. Sechs Minuten vor dem Ende schoss er dass 3:1, was eine Vorentscheidung war. Ein Weitschuss von Marc Warthuysen bedeutete das 4:1, ehe Lohmann technisch ganz fein noch einmal nachlegte. Den Endstand besorgte Marco Buscher mit seinem dritten Tor in diesem Spiel.

Überhaupt nicht gefordert wurde der RSV Praest im zweiten Halbfinale gegen die Reserve des SV Vrasselt. Der Bezirksligist behielt mit 11:1 die Oberhand. Schon zur Pause war der Einzug ins Endspiel in trockenen Tüchern als die Kock-Elf mit 5:0 führte. Für Praest trafen: Dennis Thyssen (4), Marvin Müller (2), Marcel Heiliger (2), Maveric Hülsmann, Juri Wolff sowie Marcel Wolters. Den Ehrentreffer des C-Ligisten verbuchte Mark Tuxhorn zum zwischenzeitlichen 9:1 für sich. Neben den zwölf Treffern sahen die Zuschauer in der vollbesetzten Hansahalle in dieser Begegnung im Übrigen auch noch sage und schreibe acht Aluminiumtreffer.