Der größte Nervenkitzel des Jahres

Foto: Sahara Force India NRZ
Was wir bereits wissen
Formel 1. Für Nico Hülkenberg ist der Grand Prix von Monaco ein unglaublich aufregendes Rennen. Es gibt keinen Spielraum für Fehler.

Emmerich..  Jeder Motorsport-Fan schnalzt mit der Zunge, wenn er Sainte- Dévote, Beau Rivage, Mirabeu, La Rascasse oder Casino hört. Die Formel 1 macht Station in Monte Carlo und die Fahrer atmen in den legendären Kurven auf der Strecke im Fürstentum Motorsport-Geschichte pur. Da wird auch Nico Hülkenberg wieder zum Fan. „Monaco ist mein Lieblingsrennen im Jahr“, sagt der Emmericher. „Alles an Monaco ist aufregend: Der Ort an sich ist schon speziell, aber wenn die Formel 1 vorbeischaut, wird es unglaublich.“

Doch nicht nur die Atmosphäre in der Heimat der Highsociety an der Côte d’Azur sei cool, findet Hülkenberg. Vielmehr habe die Strecke entlang des Hafens auch fahrerisch einen ganz besonderen Reiz. „Monaco ist eine der letzten Strecken, auf der du absolut null Spielraum für Fehler hast. Ein Fehler und du hängst in der Wand. Der Nervenkitzel und der Kick, den man im Auto hat, wenn man fährt, ist größer als alles, was du auf irgendeiner anderen Strecke erlebst: Das Herz schlägt bis zum Hals – das gefällt mir“, erklärt der 27-Jährige, der im vergangen Jahr als Fünfter das Rennen beendete.

Hülkenberg empfindet keine einzelne Stelle auf dem Straßenkurs als besonders schwierig. Vielmehr habe es das Gesamtpaket in sich. „Die ganze Runde ist eine einzige Herausforderung“, meint der Emmericher. „Die Strecke zu meistern und im Qualifying drei gute Sektorenzeiten zu bekommen, ist unglaublich schwierig. Aber wenn es klappt, ist das ein großartiges Gefühl. Man ist erleichtert, stolz und froh – unbezahlbar.“

Mally hofft auf Überraschung

Apropos Geld. Dass Force India nicht unbedingt im Geld schwimmt, ist ein Fakt. Deshalb empfänden es auch einige Personen im Fahrerlager als unangemessen, sollte Teamchef Vijay Mallya wieder auf seiner Mega-Yacht Indian Empress zu einer großen Party einladen. Denn sportlich sind die Aussichten beim Glitzer Grand Prix eher düster. Zuletzt in Barcelona präsentierte sich der britisch-indische Rennstall im Rennen nicht konkurrenzfähig. Auch in Monte Carlo scheint ein Platz in den Punkten aus eigener Kraft nicht erreichbar zu sein.

Doch die Verantwortlichen von Force India setzen auf den Mythos Monaco. „Obwohl wir in Barcelona durchweg auf der Suche nach Pace waren, könnte die unberechenbare Natur von Monaco dazu beitragen, dass uns eine Überraschung gelingt“, gibt sich Vijay Mallya zuversichtlich. Der indische Multi-Millionär glaubt, dass vor allem die weichen Reifen gut zum VJM08 passen könnten. „Außerdem haben wir zwei Fahrer, die es lieben, in Monaco zu fahren“, so Mallya. „Darüber hinaus müssen wir eine geeignete Strategie vom Kommandostand an der Boxenmauer aus vorgeben.“