Das gelbe Trikot führt das bunte Feld an

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Emmerich..  „Das muss ein tolles Gefühl sein, wenn man wieder in den Rheinpark einläuft“, begrüßte Moderator Laurenz Thissen die Aktiven im Ziel. Und das waren bei der sechsten Auflage des Emmericher Firmenlaufs erneut jede Menge. Insgesamt 907 Teilnehmer wurden beim gestrigen Event notiert, das in erster Linie eine Breitensportveranstaltung für Unternehmen ist, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. „Das ist eine tolle Zahl“, zeigte sich auch Organisator Jan-Matti Becker mit der Resonanz des Laufes durch die Innenstadt und über die Rheinpromenade sehr zufrieden.

Premiere für NBK Keramik

Fast alle Läuferinnen und Läufer hatten wieder ein farbiges Trikot mit den Namen ihrer Betriebe übergezogen. Darunter erneut auch mehrere Firmen, die ihre Premiere bei dieser Veranstaltung feierten. So wie die 17 Mitarbeiter der NBK Keramik, die sich ebenfalls einheitlich präsentierten und schwarze Shirts hatten bedrucken lassen. „Im Oktober hatten wir beschlossen, dass wir diesmal auch mitmachen“, erinnert sich Dominique Wessels an die „läuferischen Anfänge“ des Unternehmens.

Ganz in Gelb war diesmal Florian Falkenthal gestartet, der auch 2015 das sportliche Highlight setzte und in der glänzenden Zeit von 15:57 Minuten zum vierten Mal in Folge über die 5000 Meter triumphierte.

Im Nationalteam der Deutschen Post

„Ich glaube, ich war noch sie so kaputt“, lag der 24-Jährige nach seinem Tempolauf bei drückenden Temperaturen erst einmal einige Minuten am Boden. „Mein Heimspiel will ich immer gewinnen. Und die Zeit ist für die Bedingungen wirklich super“, freute sich Falkenthal, der als Briefzusteller arbeitet und inzwischen sogar zum Nationalteam Laufen der Deutschen Post gehört. Diesmal musste sich Falkenthal allerdings hartnäckiger Konkurrenz erwehren, denn Roman Heynen war ihm dicht auf den Fersen und kam letztendlich nur 14 Sekunden später ins Ziel. „Er hat ordentlich Druck gemacht, das hilft natürlich, eine gute Zeit zu erzielen“, meinte Falkenthal. Als schnellste Frau kehrte Kerstin van Embden (20:03 min.) in den Rheinpark zurück.

Im Trikot von Kao Chemicals war Theo Aymanns unterwegs, der auch als „schnellster Landwirt vom Niederrhein“ bekannt ist, es aber inzwischen etwas ruhiger angehen lassen muss und in 18:07 min. die zwei 2500-Meter-Runden absolvierte. „Leider spielt der Rücken nicht mehr richtig mit“, erklärte der Pfalzdorfer, der teilweise auch die Firmensportgruppe des Emmericher Chemie-Unternehmens betreut. „Ich bin gut mit Patrick Prehn befreundet, der die Gruppe leitet und manchmal springe ich für ihn ein“, erklärte der Ausdauersportler, der gerade seinen 49. Geburtstag gefeiert hat.

Kao stellt die größte Gruppe

Mit 44 Teilnehmern stellte Kao auch die größte Gruppe beim GeBeGe-Firmenlauf mit NRW-Meisterschaft, die Stadtsparkasse Emmerich-Rees, die LVR-Klinik Bedburg-Hau und der Zoll Emmerich schickten kaum weniger Mitarbeiter ins Rennen.

„Bei uns werden es immer mehr“, konnte gestern Abend auch Ingo van Leeuwen, Produktmanager bei BSN-Jobst, auf ein Laufteam von inzwischen gut 20 Mitarbeitern zählen. „Im nächsten Jahr wollen wir es dann noch professioneller angehen, mit richtigem Training“, fügte er schmunzelnd hinzu.

Ebenfalls recht locker ging Uwe Helmich auf die Strecke. „Sind ja nur fünf Kilometer, das wird schon gehen“, meinte der Chef, der dann auch nach 29:17 min. im Ziel war und außerdem 17 weitere Mitarbeiter des Audi-Autohauses hatte motivieren können. Darunter mit Rainer van den Broek auch einen guten Freund und Geschäftspartner. Dieser ist regelmäßig erfolgreich auf größeren Triathlonveranstaltungen aktiv, demnächst in Berlin. „Ich gehöre aber keinem Verein an. Triathleten sind sowieso eher Einzelkämpfer und die Trainingszeiten im Verein decken sich nicht mit meinen“, erzählte der Klever, der auch seinen zehnjährigen Sohn Kaylan mitgebracht hatte. „Daher laufe ich nicht nur hier in Emmerich für das Autohaus Helmich, sondern auch bei anderen Wettkämpfen“.