Das Finale ist der Höhepunkt

Foto: Funke Foto Services

Emmerich..  Der zuletzt stark kriselnde Fußball-Bezirksligist RSV Praest hat bei den Emmericher Hallenstadtmeisterschaften einen letztlich verdienten Titelgewinn eingefahren. Über beide Turniertage gesehen haben die Gelb-Schwarzen den besten Fußball geboten und daher verdient den Erfolg mit in den Emmericher Süden genommen.

Doch was bleibt sonst vom Turnier der ersten Mannschaften hängen? Technische Kabinettstückchen, wie sie in früheren Jahren zum Beispiel von Marcel van Vuren produziert wurden, waren Mangelware. Positiv bleibt festzuhalten, dass die souverän auftretenden Schiedsrichter an beiden Turniertagen lediglich vier Zeitstrafen verhängen mussten.

Ohne Zweifel war das Finale zwischen dem RSV Praest und dem SV Vrasselt das mit Abstand beste Spiel des Turniers. Der RSV legte los wie die Feuerwehr, musste aber noch um den Titel bangen. „Wir haben hochverdient gewonnen. Leider haben wir nicht vernünftig zu Ende gespielt. Positiv war, dass alle Spieler sehr motiviert zu Werke gegangen sind“, erklärte Trainer Roland Kock. Sein Gegenüber auf Vrasselter Seite, Sascha Brouwer, zog trotz der Finalniederlage ein positives Fazit. „So muss ein Finale sein. Wir haben nach dem frühen Rückstand, wo wir zu viele Fehler gemacht haben, hervorragenden Fußball gespielt“ erklärte der 39-Jährige.

Thyssen erzielt schnellstes Tor

Der neue Stadtmeister aus Praest durfte noch weitere Preise entgegennehmen. So erhielt Angreifer Dennis Thyssen ein Fünf-Liter-Fass Pils für den schnellsten Treffer des Turniers. In der Vorrunde traf der gut aufspielende Angreifer bereits nach zehn Sekunden gegen den SV Vrasselt. RSV-Keeper Markus Jansen sicherte sich den Titel des besten Torhüters.

Vrasselts Alexander Lohmann, der insgesamt elf Treffer erzielte, wurde als bester Spieler des Turniers geehrt. Lohmann zeichnete sich durch enorme Treffsicherheit und auch technische Extraklasse aus. Bereits im Vorjahr war der Vrasselter der torgefährlichste Spieler des Wettbewerbs, damals netzte er siebenmal ein.

Und auch der schon vergessene „Wolfram-Wuttke-Außenrist“ wurde durch Lohmann wiederbelebt. Lohmann hatte allerdings auch das Privileg, als einziger Hallenspieler nicht nach hinten mitarbeiten zu müssen. Seine Mitspieler Gerrit Eul, Marco Buscher und Sören Hoffmann sowie die Praester Justin Ising, Dennis Thyssen und Michael Schulz gehörten ebenso wie der laufstarke Rheingolder Malte Arens zu den auffälligsten Kickern der Titelkämpfe.

Den schönsten Treffer des Turniers erzielte Marcel Wolters. In Erinnerung an Ex-Juventus Turin Spieler Alessandro Del Piero zirkelte der Praester den Ball beim 13:0-Kantersieg gegen Eintracht Emmerich aus halblinker Position in den rechten Winkel.

Auch Eltens Patrick van Oostveen dürfte die Titelkämpfe in guter Erinnerung behalten, wenngleich die Fortuna schon nach der Vorrunde ausschied. Der Linksfuß war in der Vorrunde per Kopf erfolgreich – in der Halle eine absolute Seltenheit.

Titelverteidiger VfB Rheingold musste sich mit dem dritten Platz begnügen „Wir haben sehr diszipliniert gespielt. Im Halbfinale gegen Vrasselt haben wir es versäumt, in Führung zu gehen“, sagte Rheingolds Interimstrainer Ralf „Piko“ Gertzen, der in der Rückrunde an der Seite des neuen Coaches Frank Bauhaus weitermachen wird.