Das Aus kommt für Hülkenberg in Runde zehn

Emmerich..  Schon vor dem Saisonstart war klar, dass Nico Hülkenberg und Force India schweren Zeiten entgegengehen werden. Nach den ersten beiden Rennen in Australien und Malaysia konnten die Verantwortlichen des britisch-indischen Rennstalls immerhin – zu Recht – darauf verweisen, dass sie ein zuverlässiges Auto gebaut haben. Dieser Strohhalm hat sich nach dem gestrigen Rennen in China allerdings in Luft aufgelöst.

Nach zehn Runden auf dem International Circuit von Shanghai rauchte es aus dem Heck des VJM08 von Nico Hülkenberg. Dem Emmericher blieb nichts anderes übrig, seinen Wagen am Rand der Strecke zu parken und das Rennen zu beenden. „Ausgangs Kurve sechs hab’ ich auf einmal den Vortrieb verloren. Irgendwas ist da schief gelaufen und ich musste das Auto abstellen. Es ging nicht mehr weiter. Keine Ahnung, wieso, warum, weshalb“, erklärte der 27-Jährige kurz nach seinem Ausfall im Fahrerlager. „Die gucken sich gerade die Daten an, die Ingenieure, und müssen noch die Ursache finden.“

Starker Beginn

Auch nach dem Rennen wurden die Aussagen des Teams nicht konkreter. Robert Fernley, stellvertretender Teamchef von Force India, sprach in einem offiziellen Statement lediglich von „technischen Problemen“. Am Funk hatte Hülkenberg übrigens selbst noch Getriebeprobleme vermutet.

Der Ausfall schmerzte in Runde zehn deshalb besonders, weil der Emmericher zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwölf lag – also in Schlagdistanz zu den Punkterängen. „Ganz ordentlich“, sei es bis dahin gelaufen gab Hülkenberg im Fahrerlager zu Protokoll. „Ich war eigentlich überrascht, dass wir bisschen mithalten konnten mit dem Mittelfeld. Ich hatte Anschluss an die Saubers und Toro Rossos vor mir. Was eigentlich ein bisschen überraschend war – im positiven Sinne. Davor die erste Runde war auch ganz ordentlich. Ich habe ein paar Plätze gut gemacht“.

Das war durchaus noch untertrieben. Denn nach dem schwachen Qualifying (siehe Info-Box) war Hülkenberg nur als 16. ins Rennen gegangen, konnte aber schon in der ersten Runde vier Plätze gut machen, als er einige Autos auf der Außenbahn überholen konnte. „Ist schade, weil wer weiß, was jetzt noch gegangen wäre. Ein Rennen so früh zu beenden, ist immer unschön“, bilanzierte der Emmericher.

Doch sowohl Hülkenberg als auch sein Arbeitgeber verloren in Shanghai nicht ihren Zweckoptimismus. Fernley etwa sprach von „ermutigenden Zeichen über das gesamte Wochenende“. Der Emmericher hob hervor, dass die Rennpace deutlich besser war als zuletzt.

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