Dank Müller wieder über dem Strich

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Praest..  „Der Jüngste und der Älteste haben es heute vorgelebt“, lobte RSV-Trainer Roland Kock nach dem Schlusspfiff zwei Akteure besonders. Marvin Müller als entscheidenden Mann für die Tore und den erfahrenen Polen als Führungsspieler im Mittelfeld. Weil den beiden aber auch die Mannschaftskollegen gestern Nachmittag in nichts nachstanden und in der Bezirksliga-Begegnung beim SC 26 Bocholt durch die Bank eine blitzsaubere Leistung ablieferten, entführten die Praester drei verdiente Punkte vom Kaisergarten und konnten durch den Sieg wieder über den Strich springen. So verbesserten sich die Praester mit jetzt 30 Zählern um gleich drei Plätze und zogen gleichzeitig den Kontrahenten (32) wieder ganz tief mit in den Abstiegskampf.

Gasse versenkt Strafstoß

Die Gäste zeigten in Bocholt von der ersten Minute an eine konzentrierte, engagierte und im Endeffekt auch effektive Vorstellung. „Man hat diesmal wirklich gesehen, dass jeder wollte“, zeigte sich Kock mit dem Auftritt seiner Elf sehr zufrieden, die einen Start nach Maß erwischte und den Führungstreffer bereits in der achten Minute erzielen konnte. Nach einem tollen Solo konnte Marvin Müller nur durch ein Foul im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Elfmeter versenkte Jan Gasse sicher zum 1:0. Und das spielte den Gästen fortan in die Karten.

Die einzige Nachlässigkeit Szczepinskis zwei Minuten später wäre allerdings beinahe bestraft worden, als dem 37-Jährigen ein Fehlpass im Mittelfeld unterlief und beim anschließenden Schnellangriff der Bocholter Ali Abdallah völlig freistehend über das Gehäuse schoss. Noch einmal mussten die Praester in der ersten Hälfte durchatmen, als ein Schuss von SC 26-Kapitän Gerrit Lange aus 20 Metern gegen den Pfosten klatschte (34.).

Auch im zweiten Durchgang waren dann genau acht Minuten absolviert, als die Praester einen Freistoß am Bocholter Strafraum abfingen, das Leder zu Marvin Müller kam und der Youngster im Nachschuss zum 2:0 versenkte. Gegen die insgesamt gut gestaffelte RSV-Defensive präsentierten sich die Hausherren in der Folge weiterhin einfallslos, auch dass sich Spielertrainer Sebastian Eul nach einer Stunde in die Offensive beorderte, brachte wenig Besserung aus Sicht der Gastgeber. Der eingewechselte Sven Dienberg hätte dann in der 82. und 86. Minute endgültig den Sack zumachen können für den RSV, brachte jedoch zweimal das Leder – aus allerdings recht spitzem Winkel – nicht im Gehäuse unter.

Auf der anderen Seite reihte sich dann auch RSV-Keeper Sascha Zwiekhorst in die überzeugende Team-Vorstellung ein, als er in der 87. Minute mit einem Reflex aus kurzer Distanz den Bocholter Anschlusstreffer und damit eine spannende Schlussphase verhinderte. „Insgesamt haben wir in der zweiten Hälfte fast nichts mehr zugelassen“, stellte Kock dann auch positiv fest.