Brouwer sieht Charakterleistung nach der Pause

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Vrasselt..  Dem SV Vrasselt waren die Belastungen durch das Pokalspiel unter der Woche über weite Strecken anzusehen. Erst nach der Pause fand der Tabellendritte der Bezirksliga zu seinem Rhythmus und kam schließlich doch noch zu einem 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen die Reserve des 1. FC Kleve.

„In der zweiten Hälfte war das eine absolute Charakterleistung von uns“, meinte Coach Sascha Brouwer durchaus ein wenig stolz. Denn auch der Vrasselter Linienchef hatte gesehen, dass seine Elf vor der Pause nur ganz schwer in die Gänge kam. Die Klever zeigten deutlich die bessere Spielanlage, hatten mehr Zug zum Tor und bauten das Spiel – trotz Gegenwind – stringenter Richtung Vrasselter Strafraum auf. Folgerichtig ging der Gast von der linken Rheinseite auch in Minute 17 in Führung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke herrschte bei der Vrasselter Hintermannschaft Konfusion, so dass die flache Hereingabe in den Strafraum nicht verhindert wurde und die Klever aus dem Gewühl die Führung erzielten.

Pokalspiel wirkt nach

Die Vrasselter hatten einige ansatzweise gute Gelegenheiten im ersten Durchgang, vornehmlich nach ruhenden Bällen. Doch die recht vielversprechend getretenen Standards fanden keinen Abnehmer im Strafraum. „Bei uns fehlte da auch einfach die Laufbereitschaft. Ohne Ball wurde sich ja fast gar nicht bewegt“, monierte Brouwer, der dies aber durchaus in einem Zusammenhang mit dem Spiel unter der Woche und einem trainingsfreien Freitag brachte.

Nach der Pause kämpften sich die Blau-Weißen aber immer besser in die Begegnung. Die erste richtig gefährliche Szene für den SVV hatte dann Innenverteidiger Benjamin van Niersen, der eine Hereingabe über den herauseilenden Klever Schlussmann Jendrik Ferdenhert köpfte. Ein Feldspieler konnte für den schon geschlagenen Torhüter gerade noch vor der Linie klären (54.). Auf der anderen Seite hatte Murat Dogu Pech bei einem Pfostenschuss (62.). In der 64. Minute pfiff Schiedsrichter Oliver Kaiser Elfmeter für die Hausherren. Sören Hoffmann hatte sich stark über die rechte Seite durchgesetzt und drang mit Schwung in den Strafraum ein, wo er regelwidrig von Raphael Piffko gestoppt wurde. Jeremias Geurtsen ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen (65.).

Nur drei Minuten später war es erneut Geurtsen, der für große Gefahr im Klever Strafraum sorgte. Sein Kopfball ging aber knapp über die Latte.

In der 81. Minute klingelte es aber doch noch ein zweites Mal im Kasten der Schwanenstädter. Geurtsen hatte in den Strafraum geflankt, wo Mathias Pfände lauerte. Obwohl der Vrasselter Spielführer eigentlich gut gedeckt war, konnte er sich im Luftkampf gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und nickte zum 2:1-Siegtreffer ein.

Zwei Punkte hinter Platz zwei

„Wir wollten die drei Punkte unbedingt und das hat man dann nach dem Wechsel auch gesehen. Das war schon stark, wie wir den Hebel da nochmal umgelegt haben“, resümierte Brouwer, dessen Team jetzt zwei Punkte hinter dem Zweitplatzierten 08/29 Friedrichsfeld liegt.