Aufstiegsjubel nach Vennemanns Last-Minute-Tor

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Anholt/Werth..  Der SV Werth ist zurück in der Kreisliga A. Im gestrigen Entscheidungsspiel auf der Anlage des SC Westfalia Anholt siegte die Mannschaft von Trainer Holger Wieggers mit 2:1 (1:0) gegen die TuS Drevenack und durfte anschließend den Aufstieg bejubeln. „Das war das i-Tüpfelchen auf eine sehr gute Saison“, freute sich ein pitschnasser Wieggers, nachdem er die obligatorische Sekt- und Bierdusche abbekommen hatte. „Auch ohne den Aufstieg hätte ich von einer guten Saison gesprochen, aber jetzt ist es natürlich umso schöner“, meinte der Coach, der bereits seinen dritten Aufstieg als Trainer feiern konnte.

Spannung bot die Partie der beiden B-Liga-Tabellenzweiten bis zum Schluss, auch wenn aus fußballerischer Sicht das Niveau nicht all zu hoch war. Bei besten Rahmenbedingungen und einer stattlichen Kulisse präsentierten sich die Werther von Beginn an als das aktivere Team und erspielten sich früh die ersten guten Möglichkeiten. Bereits nach drei Minuten kam Hendrik Verbücheln zum Abschluss, sein Schuss war aber zu unplatziert. Die einzige Drevenacker Chance in Hälfte eins sahen die Zuschauer in der neunten Minute, doch Hendrik Liedtke scheiterte am Werther Schlussmann Jan-Sebastian Biermann.

Im Anschluss bestimmten die Werther den Takt, vor allem Stürmer Ralph Vennemann sorgte immer wieder für Gefahr. So auch nach 14 Minuten, als die TuS einen Fehlpass spielte und Vennemann mit einem Lupfer, den der TuS-Keeper gut rausfischte, fast für die Führung gesorgt hätte. Das tat der Goalgetter dann aber sechs Minuten später: Nachdem Christoph Bonnes im Strafraum gefoult worden war, versenkte Vennemann den Strafstoß zur verdienten 1:0-Führung.

Zwei Strafstöße

Im Anschluss verpassten sowohl Matthias Hübers (23.) als auch Vennemann (38.) trotz guter Gelegenheiten das 2:0. Und dann gab es wieder Strafstoß für die Werther, als erneut Bonnes im Luftduell gefoult wurde. Wieder zielte Vennemann unten links, doch diesmal war der Drevenacker Schlussmann in der richtigen Ecke und parierte sowohl den ersten, als auch den zweiten Versuch (42.), so dass es mit einem 1:0 in die Pause ging.

Ähnlich fahrlässig gingen die Werther mit ihren Chancen auch im zweiten Abschnitt um. Zunächst vergab erneut Vennemann aus aussichtsreicher Position (48.), dann köpfte Lars Hübers nach einer Flanke über das Tor (49.) und nach gut einer Stunde verpasste auch Frederik Bovenkerk nach einem schönen Spielzug das zweite Tor. Ähnlich erging es Matthias Hübers nur drei Minuten später, als der TuS-Keeper seinen strammen Schuss gut parierte. Die erste gute Gelegenheit der Drevenacker hatte Sean Helke, sein Schuss ging nur knapp am Gehäuse vorbei (67.). Mit der Zeit wurde der TuS lebendiger, was aber auch an den sichtbar schwindenden Kräften der Werther lag. Nach 75 Minuten bewahrte Biermann sein Team noch vor dem Ausgleich, als er einen Freistoß von Rico Schendel entschärfte. Doch fünf Minuten später war auch er machtlos, nachdem ein Mitspieler den Ball im Strafraum an die Hand bekommen hatte und Schendel den Strafstoß zum 1:1 verwandelte. Das Spiel drohte zu kippen, doch vier Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit fiel dann doch das Werther Tor zur A-Liga.

Die Drevenacker schafften es nicht den Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen, so dass Matthias Hübers die Kugel beim Nachsetzen gewann, diese von der rechten Seite an den zweiten Pfosten brachte, wo Vennemann völlig blank vor dem Gehäuse stand und zum 2:1 versenkte. Fast wäre ihm der Ball noch vom Fuß gesprungen, doch der Stürmer behielt die Ruhe und schob ein. Es folgten mehr als sechs Minuten Nachspielzeit, in denen aber nichts mehr anbrannte. Als dann der Schlusspfiff ertönte, gab es auf Werther Seite kein Halten mehr.