Auf der Suche nach einem Termin

Am Niederrhein..  Die geflügelten Worte eines Sepp Herbergers („Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“) kommen Christiane Rittmann nicht über die Lippen. Doch die Vorsitzende des RV Lippe-Bruch Gahlen denkt nach Abschluss von Gahlen 2015 in die gleiche Richtung wie der ehemalige Fußball-Bundestrainer. Was ist für die 22. Auflage des hochkarätigen Springturniers zu verbessern? An welchem Wochenende soll es stattfinden? Fragen, die im Rahmen „einer Manöverkritik in der nächsten Woche“ (Rittmann) behandelt werden sollen. Denn auch für Gahlen 2016 streben die Verantwortlichen wieder eine Veranstaltung an, die erneut an drei Tagen rund 10 000 Reitsport-Freunde anlocken und auch begeistern soll.

Dabei liegt die Termingestaltung der Vorsitzenden besonders am Herzen. Das nächste Jahr beginnt mit einem Freitag, eigentlich dem ersten Tag des Turniers. Doch der Neujahrstag als Auftakt kommt nicht in Frage. Also erst am zweiten Januar-Wochenende zu Gahlen 2016 einladen? Auch keine Idee, die Rittmann begeistert. Denn an dem Wochenende 9./10. Januar sind derzeit hochkarätige und finanziell für die Springreiter lukrative Turniere in Münster und Basel vorgesehen. „Mit den beiden Veranstaltungen können wir nicht in Konkurrenz gehen“, sagt die Vereinsvorsitzende.

Noch eine Woche später schließt sich aus, da die Weihnachtsferien vorbei und viele Helfer eventuell unabkömmlich sind. So spielen die Verantwortlichen derzeit mit dem Gedanken, ihre Veranstaltung von Samstag bis Montag (2. bis 4. Januar) laufen zu lassen. „Das müssen wir aber noch im kleinen Kreis beraten“, so Rittmann. Zuvor stehen allerdings unter anderem Telefonate mit den Veranstaltern in Münster und Basel an, ob es wirklich bei deren Planung bleibt, Sponsoren und anderen für das Turnier wichtigen Helfern. „Das Thema schieben wir auf jeden Fall nicht mehr auf die lange Bank, werden eine Liste mit dem Für und Wider der Wochenenden aufstellen und es noch diesen Monat klären“, kündigt Rittmann an.

Während die Terminfrage also noch von einigen Faktoren abhängt, ist sich die Vereinsvorsitzende bei der Parkplatzsituation sicher. „Da müssen wir etwas ändern. Es möchte schließlich niemand ein Auto im Vorgarten stehen haben, das geht gar nicht“, ärgert sich Rittmann über die verbotswidrig abgestellten Pkw. Wer sein Gefährt auf den zu Parkplätzen umgestalteten Wiesen abgestellt hatte, durfte sich übrigens oft über die helfenden Trecker freuen: Bei dem vielen Regen blieben etliche Autos im Schlamm stecken und kamen mit eigenem Antrieb nicht mehr weiter.

Auch im sportlichen Bereich steht etwas auf der To-do-Liste. Bei der Premiere des M**Springens mit Zeitjoker nahmen etliche Qualifierte aus den vorangegangenen M**-Springen ihren Startplatz nicht wahr. Künftig soll es eine extra Meldung für diese Prüfung geben.

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