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Als Sicherheitsexperte in Teheran

04.07.2008 | 18:09 Uhr

POLITIK. Der 24-jährige Eltener Philipp Schweers hielt einen Vortrag auf der 18. Internationalen Konferenz zum Persischen Golf. VERÖFFENTLICHUNGEN

Philipp Schweers (4.v.li.) auf der Internationalen Konferenz zum Persischen Golf in Teheran. (Foto: privat)

ELTEN. Eine ganz besondere Einladung erhielt vor kurzem der Eltener Philipp Schweers. Das iranische Außenministeriums bat den Niederrheiner, auf der 18. Internationalen Konferenz zum Persischen Golf in Teheran einen einleitenden Vortrag zur Sicherheit in der Golfregion zu halten. Nach Einsendung eines wissenschaftlichen Arbeitspapiers wurde Schweers offiziell als Redner und einziger deutscher Vertreter zu der seit 1991 jährlich stattfindenden internationalen Konferenz eingeladen.

"Den Veranstaltern gefiel der wissenschaftliche Ansatz in Verbindung mit meiner praktischen Erfahrung in der Region", erläutert Schweers. Neben dem Politikwissenschaftler sind fast 50 Experten aus über 15 Ländern dieser Erde, u.a. aus den USA, Russland oder China, eingeladen worden. Ziel dieser Veranstaltung war der internationale Austausch wissenschaftlicher Ansätze zu strategischen Fragen in der Region sowie die Erarbeitung möglicher Kooperationskonzepte für die Golfstaaten. "Ich muss zugeben, dass ich schon aufgeregt war, da meine Rede die erste der ganzen Veranstaltung war", erklärt der Eltener. "Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, sich mit all diesen Experten auszutauschen".

Noch keine Rückkehr in den Jemen

Vor einigen Monaten berichtete die NRZ von der Arbeit des Niederrheiners am Yemen College of Middle Eastern Studies (YCMES) in Sanaa/Jemen, wo er für Harvard-Professor Dr. Steven C. Caton tätig war. Für einen Heimatbesuch reiste er Ende März zurück nach Deutschland. Seitdem erlaubten persönliche Gründe und die sich stark verschlechternde Sicherheitslage vor Ort aber keine Rückreise nach Sanaa. "Nach Anschlägen auf Ausländer im Januar und im März ist im Jemen ein regionaler Bürgerkrieg entbrannt, der zuletzt sogar die Hauptstadt erreichte", bedauert Schweers, der hofft, dass sich dort bald wieder alles zum Guten wendet. Auch aus der Entfernung beschäftige er sich intensiv mit dem Land und er versuche, mit seinen Freunden vor Ort in Kontakt zu bleiben, so der Eltener. Einige Analysen und Artikel zur politischen Lage im Jemen, die er seitdem geschrieben hat, sind mittlerweile auch veröffentlicht.

Untätig blieb der 24-Jährige seit seiner Rückkehr nicht. Seine im Jemen verfasste und sehr erfolgreich bestandene Abschlussarbeit wurde kurz nach seiner Rückkehr am Düsseldorfer Institut für Außen- und Sicherheitspolitik (DIAS) veröffentlicht.

Abschlussarbeit bestanden

"Die Mitarbeiter des DIAS waren mit der Arbeit sehr zufrieden und haben es mir seitdem ermöglicht, mehrere Artikel zu sicherheits- und geopolitischen Fragen zu publizieren", so Schweers. Mittlerweile hat der Eltener einen festen Platz im Expertenteam des Instituts und beschäftigt sich in dieser Rolle zumeist mit dem Mittleren Osten und auch deutscher Sicherheitspolitik. Das DIAS, 2003 von jungen Wissenschaftlern der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität und Experten aus der Wirtschaft gegründet, ist eine unabhängige und überparteiliche interdisziplinäre "Denkfabrik", die strategische Beratung für Klienten aus dem öffentlichen und dem privatwirtschaftlichen Sektor anbietet. Als Plattform ermöglicht und moderiert es zudem einen Dialog und Ideenaustausch zwischen Nachwuchskräften aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. (misch)

Neben seinem wissenschaftlichen Schwerpunkt am DIAS hat Philipp Schweers weitere Artikel veröffentlicht. So zum Beispiel bei Qantara.de, einer Internetplattform zum Dialog mit der islamischen Welt, das u.a. vom Auswärtigen Amt mitgetragen wird. Einige seiner Artikel wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Unter www.dias-online.

org sind einige seiner Ergebnisse auch online zugänglich.

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