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Halderner Volkslauf

Langstreckenflug zum Langlauf im Lindendorf

28.06.2015 | 18:00 Uhr
Langstreckenflug zum Langlauf im Lindendorf
Die Thailänderin Onney PhuenbonthanananFoto: Thorsten Lindekamp

Haldern. Die mit Sicherheit längste Anreise hatte Onney Phuenbonthananan. Mehrere tausend Flugkilometer hatte die 19-Jährige bewältigt, die gestern Morgen beim Halderner Volkslauf über 5000 Meter startete. Die Thailänderin verbringt zur Zeit einen zweiwöchigen Urlaub am Niederrhein. Im vergangenen Jahr war sie zu einem Schüleraustausch bei Familie Schmidt in Millingen gewesen. Bei ihrer 14-tägigen Rückkehr nach Deutschland standen jetzt der Abi-Ball des Gymnasiums Aspel, das Millinger Schützenfest und eben der Lauf rund ums Reeser Meer auf ihrem Programm. Animiert zur Teilnahme im Lindenstadion hatten die junge Frau aus Bangkok Heike und Christian Wissing, Freunde der Familie Schmidt.

Nach 32:05 Minuten hatte Onney Phuenbonthananan die Distanz absolviert. „Gegenüber den Temperaturen in Thailand ist das hier ja recht frisch“, lächelte die 19-Jährige.

Premiere der Rollstuhlfahrer

Beste Bedingungen herrschten bei der 13. Auflage des Volkslaufes, insgesamt 569 Aktive wollten sich das Event nicht entgehen lassen. „Mit dieser Zahl sind wir sehr zufrieden, zumal ja schon Sommerferien sind“, so Organisator Jürgen Recha. Erneut hatten sich die Veranstalter alle Mühe gegeben, um optimale Bedingungen für Aktive und Gäste zu schaffen. Beispielsweise wurden über die 12 km-Strecke gleich vier Wasserstellen eingerichtet.

Erstmals nahmen auch Rollstuhlfahrer teil, die zwei Runden – etwa 1200 Meter – über den Parkplatz und entlang der Bundesstraße absolvierten. „Das war ein schönes Bild und eine gelungene Premiere. Das sollte Mut auch für andere machen“, sagte Heinz Ruitter, Vorsitzender des SV Haldern. Und Jürgen Recha bestätigte: „Den Rollstuhlfahrern hat es sehr gut gefallen. Sie werden im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein“.

Gregor Akkerman siegt über 12 km

Erneut machte sich das Feld über die 12 000 Meter schon um 9.30 Uhr auf den Weg. Als Sieger durfte sich eine knappe Dreiviertelstunde später Gregor Akkerman feiern lassen. Der Ausdauerathlet vom LV Marathon Kleve war nach 44:14 min. im Ziel. „Ich war zum ersten Mal in Haldern dabei, das ist eine wunderschöne Strecke“, lobte der 33-Jährige. „Ich habe in diesem Jahr mein Training umgestellt, mich mehr auf die Kurzstrecke konzentriert. Und das zahlt sich aus“.

Quasi ein Heimspiel ist der Volkslauf für den zweitplatzierten Werner Kamps. „Ich bin in Haldern geboren und dort auch zur Grundschule gegangen“, erzählt der 51-Jährige vom Hamminkelner SV. „Die Strecke rund ums Reeser Meer ist außerdem meine bevorzugte Trainingsroute. Besonders schön ist es, dass sie zu einem Laufpark ausgebaut worden ist“.

Heimspiel für Werner Kamps

Nach 45:18 min. beendete der Routinier das Rennen. Doch damit nicht genug. Kamps startete – wie einige andere auch – anschließend auch über die 5000 Meter. Dabei stellte er sich als „Tempomacher“ für die 16-Jährige Lina Killisch aus Wesel zur Verfügung, die nach 20:17 min. die Ziellinie überquerte. Für Killisch war es die dritte Bestzeit in Folge über diese Distanz.

Schnellste Frau war Kerstin van Embden, bei der die Uhr nach ganz starken 19:05 min. gestoppt wurde. Gleich um 40 Sekunden steigerte Jens van Bernum seinen persönlichen Bestwert und erreichte in 17:05 min. Platz 2 über 5 km – nur der Niederländer Edwin Wissema, der für das Team Holemans lief, war exakt eine Minute schneller.

Jens van Bernum mit neuer Bestzeit

„Damit bin ich natürlich super zufrieden, wobei der Lauf schon richtig weh getan hat“, meinte der 23-Jährige vom TV Rees, der auch von drei Arbeitskolleginnen angefeuert wurde. „Wir sind aus Bocholt gekommen, um ihn zu unterstützen“, erklärte Viktoria vom Kolke.

Etliche Läuferinnen und Läufer starteten auch in diesem Jahr in Trikots der Lebenshilfe Unterer Niederrhein e.V., diesmal unter dem Motto „Wir bringen alle zum Ziel“ – und zeigten sich auf diesem Weg mit der Einrichtung solidarisch. Einer davon war Linus Meier. Der 19-Jährige Fußballer aus Haldern, der in 19:55 unter der 20 Minuten-Marke blieb, wird ab der nächsten Saison wieder für seinen Heimatverein kicken und zeigte gestern über die 5000 Meter schon mal, dass er konditionell auf jeden Fall gut dabei ist.

(Nordic)-Walker sowie Läufe für Schüler und Bambini und zudem ein buntes Rahmenprogramm bei schönstem Sommerwetter rundeten die gelungene Veranstaltung ab.

Michael Schwarz

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Langstreckenflug zum Langlauf im Lindendorf
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http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/emmerich-rees-isselburg/5000-meter-lauf-nach-13-000-kilometer-flug-id10828013.html
2015-06-28 18:00
Emmerich Rees Isselburg