Zweistellig schon nach gut 17 Minuten

Pokal vor dem Spiel anfassen und in die Höhe recken? Das gibt’s nicht. EVD-Kapitän Dennis Fischbuch nimmt die Gratulation von LEV-Vetreter und Ex-Schiedsrichter Dietmar Schönherr entgegen.
Pokal vor dem Spiel anfassen und in die Höhe recken? Das gibt’s nicht. EVD-Kapitän Dennis Fischbuch nimmt die Gratulation von LEV-Vetreter und Ex-Schiedsrichter Dietmar Schönherr entgegen.
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Was wir bereits wissen
Die 1b-Mannschaft der Löwen Frankfurt erneut überfordert. Schon zur ersten Pause lag der EVD mit 11:0 vorne. Nach dem zweiten Drittel machten es die Füchse gnädig. Am Ende stand ein 18:0 zu Buche.

Duisburg.. Dietmar Schönherr war schon oft in der Duisburger Eissporthalle zu Gast. Damals aber zumeist als Schiedsrichter. In den Achtzigern und Neunzigern war das. Am Freitag war er wieder einmal da – und hatte den Meisterpokal der Eishockey-Oberliga West als Vertreter des Landes-Eissport-Verbandes NRW mitgebracht, den Dennis Fischbuch symbolisch entgegennahm, aber vor dem Spiel noch nicht anfassen oder gar in die Höhen recken wollte.

Das letzte Heimspiel der West-Hauptrunde war dann noch einmal der richtige „Rausschmeißer“, der die Vorfreude auf die endlich anstehende Endrunde vergrößerte. Denn so fair die 1b-Mannschaft der Löwen Frankfurt auch agierte, so hoffnungslos unterlegen waren sie auch. Mit gerade einmal zwölf Feldspielern waren die Hessen, die beim ersten Gastspiel eine 0:22-Packung einstecken mussten, angereist. Diesmal wurde es schon im ersten Drittel bitter für die Frankfurter. Denn ganze 17 Minuten und 17 Sekunden hatte es gedauert, als das Ergebnis zweistellige Höhen erreicht hatte. Zur ersten Pausensirene leuchtet gar ein 11:0 auf der Anzeigetafel. Am Ende stand ein 18:0 (11:0, 1:0, 6:0)-Sieg zu Buche.

Die Kuriositäten, die den Duisburger Aufstiegswunsch zu unterstreichen schienen, nahmen kein Ende. Denn tatsächlich hatte einer von Frankfurts zwölf Feldspielern, Andreas Arnold, tatsächlich sein Trikot vergessen, sodass er mit dem Jersey des Ersatztorhüters René Dömges auflaufen musste – das ihm zudem noch locker zwei, drei Nummern zu groß war. Die Duisburger machten es danach übrigens gnädig – im zweiten Drittel fiel nur ein Tor.

Was bei einer Flut an Toren freut, sind die Schützen, die sich ansonsten eher selten in der Statistik vermerken lassen dürften. So durfte sich Lucas Leuschner über einen Treffer freuen. Der Krefelder DNL-Spieler hat damit schon sein zweites Tor im EVD-Trikot erzielt. So frei wie bei seinem Treffer zum 2:0 dürfte er aber in seiner noch jungen Karriere eher selten zum Abschluss gekommen sein. Sein drittes EVD-Tor legte er beim 18:0 nach.

Für die Füchse endet die Hauptrunde am Sonntag mit dem Auswärtsderby gegen die Moskitos Essen am Westbahnhof. Das ist dann wirklich ein Vorgeschmack auf die „Oberliga-Mitte-Endrunde“. Dort spielen acht Mannschaften – vier aus der West-, weitere vier aus der Ost-Staffel – in Hin- und Rückspiel um zwei Play-off-Plätze. Der Erste der Mitte spielt gegen den Zweiten des Nordens und natürlich der Erste Nord gegen den Zweiten Mitte. Die beiden Sieger erreichen das Aufstiegs-Halbfinale gegen jeweils einen Süd-Vertreter. Für die Füchse beginnt die Runde am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel bei den Saale Bulls Halle.

EV Duisburg –
Löwen Frankfurt 1b 18:0

Drittel: 11:0, 1:0, 6:0
Tore: 1:0 (0:40) Fischbuch (Ziolkowski, Neumann), 2:0 (3:59) Leuschner (Pfohl, Neumann), 3:0 (6:15) Huebscher (Joly, Walkowiak), 4:0 (9:31) Fischbuch (Ziolkowski, Orendorz), 5:0 (10:58) Schneider (Mike Schmitz, Pfohl/5-4), 6:0 (11:19) Joly (Pfohl, Huebscher), 7:0 (11:51) Grözinger (Schneider, Pietsch), 8:0 (12:45) Joly (Neumann), 9:0 (15:41) Orendorz, 10:0 (17:17) Joly (Huebscher, Neumann), 11:0 (19:46) Ziolkowski (Fischbuch, Neumann), 12:0 (25:17) Faber (Fischbuch, Grözinger/5-4), 13:0 (41:11) Huebscher (Pfohl), 14:0 (45:44) Ziolkowski (Walkowiak), 15:0 (45:59) Fischbuch (Pietsch), 16:0 (50:13) Joly (Bettahar, Pietsch), 17:0 (55:30) Fischbuch (Ziolkowski, Orendorz/5-4), 18:0 (58:36) Leuschner (Pfohl, Faber). Strafen: Duisburg 0, Frankfurt 10. Zuschauer: 667.