Zwei waren immer dabei

Am Samstag startet in Duisburg die neue ASV Winterlauf-Serie mit dem ersten von drei Läufen.
Am Samstag startet in Duisburg die neue ASV Winterlauf-Serie mit dem ersten von drei Läufen.
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Was wir bereits wissen
Die beliebte Winterlaufserie des ASV Duisburg feiert 30-jähriges Jubiläum. „Für alle drei Veranstaltungstage haben wir uns ein paar kleine Besonderheiten ausgedacht“, verspricht Mitorganisator Friedhelm Abel.

Die Ausrichtung ihrer Winterlaufserie ist für die Veranstalter vom ASV Duisburg nach 30 Jahren längst Routine. In die erste Etappe der Jubiläumsausgabe gehen die Organisatoren am Samstag aber dennoch mit etwas feuchten Händen. Nicht nur wegen der enormen Vorarbeit, die auch diesmal zu leisten war. Vor allem aus Vorfreude auf eine kleine Zeitreise durch die 30-jährige Geschichte der Lauf-Trilogie.

„Für alle drei Veranstaltungstage haben wir uns ein paar kleine Besonderheiten ausgedacht“, verspricht Mitorganisator Friedhelm Abel. „Bei der Auftaktetappe machen zwei wirklich nicht alltägliche Ehrungen den Anfang.“ Zwei Ehrungen als Dank für die Verkörperung der 30-jährigen Geschichte: Peter Lange von der LG Mülheim und Ulrich Scharrenberg vom ASV LT-Kemperdick standen schon bei der ersten Ausgabe im Jahr 1986 am Start – und bis heute ließen sie keine einzige der jeweils drei Etappen aus. „Schon als wir sie bei unserem 25-jährigen Jubiläum geehrt haben, waren wir verblüfft, dass so etwas möglich ist. Nun, fünf Jahre später, ist unsere Verwunderung oder besser Bewunderung noch um ein Vielfaches größer“, schwärmt Abel. An der Seite Scharrenbergs wird sich auch Ingeborg Krieger auf die 5000-Meter-Distanz begeben. Im ASV LT-Kemperdick lernten sich die beiden einst kennen – nun begehen sie in Duisburg gemeinsam ihr 50. Serien-Jubiläum als Paar.

Bevor auch die Große Serie um 15 Uhr mit dem 10 000-Meter-Lauf ihre Fortsetzung finden wird, richten die „Plattfüße“ den Blick erst einmal zurück. „Bernd Düngen, Mitbegründer des ASV und einer der Ideenträger der Winterlaufserie, wird einen kurzen Rückblick auf die Anfangstage werfen“, reibt sich Abel beim Gedanken an manche Anekdote schon die etwas feuchten Hände.

Mit Spannung blicken die ASV­ler, die am Samstag 5500 Teilnehmer aus 196 Städten in Wedau erwarten, auch auf die Zieleinläufe im Leichtathletikstadion. Selbst die Hände vom sechsfachen Sieger der Großen Serie dürften diesmal etwas feuchter als sonst sein. Nach dem ungefährdeten Titelhattrick in den letzten drei Jahren sieht sich Manuel Meyer vom TV Wattenscheid erstmals seit dem Ausscheiden von Karsten Kruck, der als einer von 250 Helfern in ASV-Diensten steht, wieder einer ernsthaften Konkurrenz ausgesetzt. Nikki Johnstone will sich nicht nur am Samstag, sondern auch bei den weiteren Etappen über 15 000 Meter am 28. Februar und dem Halbmarathon am 28. März als Hürde erweisen, die Meyer für den Ausbau seines Titelrekords zu überspringen hätte. Der für den ART Düsseldorf startende Schotte hatte erst kürzlich in tiefem Matsch den Angerlauf von TuSpo Huckingen in 33:16 Minuten gewonnen. Da die Plattfüße matschige Wege bei Temperaturen um zwei Grad nicht erwarten, könnte Johnstone schon eher an seine Bestzeit von 31:58 Minuten herankommen. Und die hätte im letzten Jahr gereicht, um Meyer (32:06) über zehn Kilometer zu knacken. „Wenn Nikki so eine Zeit bestätigen kann, dann glaube ich nicht, dass Manu da mithalten kann“, schätzt Mitorganisator Erwin Schmitz.

Auch Vorjahressiegerin Angela Minke (ASC Rosellen/Neuss) sieht sich einem neuen Gesicht und somit harter Konkurrenz ausgesetzt. Christl Dörschel von der SG Wenden erhebt mit Bestzeiten von 34:30 Minuten über 10000 Meter und 1:17,40 Stunden im Halbmarathon gerechtfertigte Ansprüche aufs Podest.