Zwei Probespieler, ein Abgang und ein neues Team

Paul Ihnacho (rechts) spielte bislang für den Bezirksligisten TuRa 88 Duisburg – nun ist er als Probespieler beim DSV 1900 im Training.
Paul Ihnacho (rechts) spielte bislang für den Bezirksligisten TuRa 88 Duisburg – nun ist er als Probespieler beim DSV 1900 im Training.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Paul Ihnacho und Ryusei Ukita spielen beim DSV 1900 vor. Simon Edu hört auf. Bisherige erste Eintracht-Mannschaft schließt sich den Wanheimerortern als „Dritte“ an.

Duisburg..  Gleich 27 Neuzugänge – das ist erstaunlich viel, betrifft aber auch nicht die Landesliga-Mannschaft des Duisburger SV 1900. Doch zur kommenden Saison haben die Wanheimerorter eine dritte Herren-Mannschaft gemeldet, weil sich die bisherige Erstvertretung von Eintracht Duisburg so gut wie komplett dem DSV angeschlossen hat. Derweil bieten sich bei den Schwarz-Roten wie geplant aber auch die ersten Spieler für das Landesliga-Team in Training an.

„Aktuell sind beispielsweise Paul Ihnacho und Ryusei Ukita dabei“, berichtet der Sportliche Leiter Jörg Kessen. Der Nigerianer Ihnacho spielte zuletzt für TuRa 88 Duisburg in der Bezirksliga. „Das ist ein richtig Guter“, sagt Kessen über den aktuellen Probespieler. Ryusei Ukita könnte nach Shinya Kondo der zweite Japaner in der Mannschaft werden. Er spielte zuletzt für den 1. FC Wülfrath. „Wir schauen uns die beiden auch in den Testspielen in den nächsten zwei Wochen an“, so Trainer Ralf Kessen. Allerdings haben die 1900er auch einen Abgang zu vermelden. „Simon Edu hört aus beruflichen Gründen auf“, so Jörg Kessen. „Daher sind wir dringend auf der Suche nach einem weiteren guten Innenverteidiger.“ Ralf Kessen ergänzt: „Das ist ein großer Verlust für uns. Vielleicht klappt es ja wieder zur Rückrunde.“

Derweil hat sich eine komplette Mannschaft dem Verein von der Düsseldorfer Straße angeschlossen. Vor zwei Jahren hatte dieses Team die Eintracht – immerhin Nachfolger des legendären Duisburger Spielvereins – vor dem Absturz in die C-Klasse und damit in die unterste Liga bewahrt. Zwar stieg die damalige erste Mannschaft wirklich ab, doch gleichzeitig stieg die 2. Mannschaft auf, die fortan als „Erste“ fungierte. Und obwohl das Team nur einmal pro Woche trainierte, gelang in der Kreisliga B der Sprung auf den vierten Platz. Trainer und Teammanager Norman Ron sowie der Eintracht-Vorsitzende Dietmar Rudat betonten zwar, dass man im Guten auseinander gehe, dennoch ist sowohl von Spielerseite der künftigen dritten DSV-Mannschaft als auch beim Eintracht-Vorstand Enttäuschung auszumachen. So hatte die Mannschaft um eine weitere Trainingseinheit auf dem Kunstrasen gebeten – was aber zumindest aktuell, gerade auch in den laufenden Gesprächen der Eintracht angesichts des anstehenden Raffelberger Hockeyplatz-Baus, nicht zu erfüllen war. „Wir hatten den Freitag angeboten. Die Mannschaft wollte aber eine Zeit am Dienstag. Das war so nicht zu erfüllen, da unsere ja nun auch nicht gerade erfolglose Frauenfußball-Abteilung zu diesem Zeitpunkt trainiert“, so Rudat. „Jetzt irgendwelche Zusagen zu machen, wenn sich in drei, vier Wochen die Situation ändern sollte, macht einfach keinen Sinn“, erklärt der Vereinschef, der sich mehr Geduld gewünscht hätte. „Unsere bisherige zweite Mannschaft wird nun aufrücken, sodass wir wohl nur ein Herrenteam melden können.“ Durch die Zugänge im Jugendbereich (A-Jugendspieler von Taxi, B-Jugend aus Wanheimerort) hofft die Eintracht, zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Ron: „Ich glaube, dass das neue Eintracht-Team die Klasse halten kann.“

Der DSV-III-Teammanager will übrigens keinen „Verein im Verein“ bilden. „Wenn wir Richtung zweite Mannschaft aushelfen sollen, dann machen wir das natürlich auch – wenn wir so zusammenbleiben, ist es aber auch gut. Wir haben Akteure wie beispielsweise Michael Burek, die noch auf Wettkampfniveau spielen wollen, aber in höherklassigen Mannschaften den Aufwand nicht mehr leisten können. Dazu kommen aber auch 23-, 24-Jährige.“