Zwei Duisburgerinnen in Füssen

Am Wochenende wurde es ernst für die Füchse – das Finale um den DEL2-Aufstieg gegen den EHC Freiburg begann. Zwei junge Duisburgerinnen konnten währenddessen nicht dabei sein, erlebten aber dennoch ein Eishockey-Highlight: Tabea Heickmann und Nina Kuriata nahmen von Freitag bis Sonntag am U-15-DEB-Development-Camp in Füssen teil. Die beiden Mädchen gehörten als „2003er“ zu den jüngsten Teilnehmerinnen.

Tabea Heickmann war schon früh auf dem Eis unterwegs. Mit drei Jahren machte sie in Moers ihre ersten Schritte auf dem Eis. „Sie war schon früh in der Eissporthalle, weil ihre Schwester Celine bereits Eishockey gespielt hat“, berichtet ihr Vater Marcus Heickmann, der dem Vorstand des EV Duisburg angehört. „Sie war von Beginn an Feuer und Flamme“, konnte er seine Töchter kaum noch vom Eis bekommen. „Das darfst du ihr nicht nehmen“, sagte er mit einem Augenzwinkern. So etwas wie Trainingsverbot? Das ist schon eine große Strafe. Schnell zeigte sich ihr Talent. Sie konnte lange im Bambini-Team spielen, ehe sie zu den Kleinschülern aufrückte und immer mehr auf sich aufmerksam machte.

Seit zweieinhalb Jahren spielt Tabea nun für den EVD-Nachwuchs und fühlt sich in Duisburg pudelwohl. Sport ist dabei durchaus ihr Ding. „Sie hat viel ausprobiert: Fußball, Tennis, Handball – aber nichts macht ihr so viel Spaß wie Eishockey“, so Marcus Heickmann.

Auch für Nina Kuriata war der Weg aufs Eis nicht weit. „Schließlich ist ihre Mutter ja auch Schiedsrichterin“, sagt Michaela Kuriata über sich selbst – und zudem hat sie viele Jahre selbst Eishockey gespielt. Ihre Tochter war schon früh in der Eissporthalle. „Mit neun Tagen“, lacht Michaela Kuriata. Für Nina war Eishockey „Liebe auf den zweiten Blick“. Zwar hat sie früh angefangen, „doch erst als sie neun war, da hat es sie so richtig gepackt“, berichtet ihre Mutter. „Seither ist es auch für Nina eine Strafe, nicht zum Eishockey gehen zu dürfen“, augenzwinkert sie. Da ist es zudem eine gute Sache, dass sie die Gesamtschule Meiderich besucht, die ja eine NRW-Sportschule ist. Nina hat beim EVD begonnen, spielt inzwischen aber für die Ratinger Ice Aliens. Wie bei vielen „Sporteltern“ gilt: Es wird viel Zeit investiert. „Ich bin ihr nach Füssen gefahren“, sagt Michaela Kuriata in einem Tonfall, der klarmacht, dass sie das richtig gerne machte.