Zu neunt fast noch zum Remis

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Eine engagierte Leistung, aber keine Punkte. Das ist die bittere Ausbeute bei der 1:2 (0:1)-Auswärtsniederlage des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 gegen den ESC Rellinghausen. Beinahe wäre den Wanheimerortern noch der Ausgleich gelungen. Und das, obwohl die Rot-Schwarzen zwei Platzverweise hatten hinnehmen müssen.

Eine kleine Überraschung gab es bei der Aufstellung: Denn mit Mo Sadiklar zwischen den Pfosten gab es einen Wechsel auf der Torwartposition. „Mo hat bei uns verlängert, Julien nicht. Da muss ich Mo die Chance geben, sich auch einzuspielen“, erklärt Trainer Ralf Kessen. Der bisherige Stammkeeper Julien Schneider, der schon jetzt B-Jugend-Trainer des SC Düsseldorf-West ist, will sein Engagement beim Nachwuchs der Landeshauptstädter ausbauen und wird möglicherweise als aktiver Spieler gänzlich aufhören.

Pech hatten die 1900er, weil sie schon in der 26. Minute die Innenverteidigung umbauen mussten. Nach einem Zweikampf schied Pierre Kanzen mit einer Kopfverletzung aus; für ihn kam Shinya Kondo in die Mannschaft. Auch in dieser Formation stand die Abwehr gut – nur in der 36. Minute rückte der DSV zu weit auf; Pierre Putze bestrafte das mit dem 1:0 für die Essener. Zuvor jedoch hatte Deniz Hotoglu die Chance zur DSV-Führung.

Das 2:0 fiel nach einem Foulelfmeter, den Julian Grzanna verwandelt hatte – eine Situation, in der DSV-Keeper Sadiklar Glück hatte, nicht noch obendrein die rote Karte zu sehen. Nach 65 Minuten spielten die Gäste in Unterzahl, weil David Römer seinen Gegner umschubste und dafür glatt Rot sah. Dennoch blieb der DSV dran: Hotoglu legte auf Adrian Tober ab, der zum 1:2 traf. Sieben Minuten vor Ende spielten die Duisburger nur noch zu neunt, weil Alex Schreier nach einem Handspiel die zweite Gelbe kassierte – dennoch hatte Valdet Totaj noch das 2:2 auf dem Fuß, scheiterte aber an ESC-Keeper Patrick Prell.