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Wölppers Reise in die Vergangenheit

19.10.2012 | 23:00 Uhr
Wölppers Reise in die Vergangenheit
Manfred Wölpper hat keine guten Erinnerungen an Lotte.Foto: Hayrettin Özcan

Duisburg.   An seine Zeit bei den Westfalen hat der Trainer der U-23-Zebras keine guten Erinnerung. Am Samstag um 14 Uhr erfolgt der Anpfiff.

Die Testspiele, die der MSV Duisburg II in der Länderspielpause größtenteils mit dem „zweiten Anzug“ bestritt, stellten Manfred Wölpper zufrieden. „Ich konnte gewisse Rückschlüsse ziehen, was einzelne Spieler angeht“, berichtet der Trainer. Ob es auch für die Regionalliga reicht, in der die Zebras am Samstag um 14 Uhr bei den Sportfreunden Lotte antreten, stehe auf einem anderen Blatt, so Wölpper: „Ich will keine unberechtigten Hoffnungen schüren. Aber ich konnte schon sehen, auf wen ich mich verlassen kann.“

Die Fahrt nach Lotte ist für den Coach eine kleine Reise in die Vergangenheit. Vor vier Jahren führte er die Sportfreunde als Trainer in die Regionalliga. Erst im März 2008 hatte er das Team übernommen. Nach einem Fehlstart mit drei Niederlagen in der nächsten Saison trennte sich der Verein von Wölpper: „Das war schon rekordverdächtig“, nimmt der MSV-Coach die Dauer seiner damaligen Amtszeit heute mit Humor. Dennoch würden ihm drei Punkte seiner Elf bei den daheim noch unbesiegten Sportfreunden diesmal auch persönlich sicherlich besonders gut tun. Nachkarten wolle er aber nicht. „Die Chronologie sagt alles“, so Wölpper.

In erster Linie müssen Zähler her, um sich weiter von der Abstiegszone zu distanzieren, die je nach Drittliga-Absteigern und dem Ausgang der Aufstiegsrelegation auch über sechs Abstiegsplätze hinaus gehen könnte. „Es können aber auch weniger sein“, nimmt Wölpper die jetzige Abstiegszone als Maßstab. „Mit Platz zwölf befinden wir uns momentan auf Zielsetzungskurs. Wenn wir einen sicheren Mittelfeldplatz erreichen, wäre das sensationell“, will der Trainer weiter Boden gut machen. Gegen Lotte, die für Wölpper momentan unter Wert spielen und unter professionellen Bedingungen arbeiten, keine leichte Aufgabe. „Aber wenn wir an unsere Leistungen vor der Länderspielpause anknüpfen, können wir dort etwas mitnehmen.“

Georgios Efthimiou, der nach langer Verletzungspause im Test in Hiesfeld (3:2) sein Comeback feierte, wird wohl noch keine Alternative sein. Einerseits bedingt durch die Profiunterstützung, dessen Ausmaß sich erst nach dem Zweitligaspiel am Freitag klärte, zum anderen glaubt Wölpper, „dass Georgios noch vier Wochen braucht, um wieder die alte Form zu erreichen.“ Ausfallen könnte Burakcan Kunt, der wegen einer Leistenverletzung bis gestern Trainingsverbot durch den Arzt vorgeschrieben bekommen hatte.

Sven Kowalski



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