Wölppers „albernes“ Déjà-vu-Erlebnis

Mit Vollgas nach vorn: Abwehrchef Maik Goralski lief diesmal im Sturm auf und erzielte alle drei Treffer.
Mit Vollgas nach vorn: Abwehrchef Maik Goralski lief diesmal im Sturm auf und erzielte alle drei Treffer.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Wie schon vor Wochenfrist holt der MSV II auch in Sonsbeck nach einem frühen 0:2-Rückstand in Unterzahl noch ein Remis

Den Zweitliga-Aufstieg der Profis feierten auch die U-23-Kicker des MSV Duisburg II. „Wir haben am Samstag alle diesem bedeutsamen Ereignis beigewohnt und uns ein Loch in den Bauch gefreut. Der Aufstieg ist auch für uns so wichtig“, berichtet Manfred Wölpper. Dabei schloss der Trainer nicht aus, dass einige seiner Jungs womöglich auch etwas intensiver mitgefeiert haben. Tags darauf im Oberliga-Spiel beim SV Sonsbeck schien manches Zebra jedenfalls geistig noch nicht auf dem Platz zu sein. Bereits nach fünf Minuten lag der MSV beim Viertletzten mit 0:2 hinten. Dass sein Team den Rückstand nach 90 Minuten noch in ein 3:3 (2:1) gedreht hatte, war für Wölpper am Sonntag nicht das einzige Déjà-vu-Erlebnis.

Dass sich die U 23 wie schon beim 2:2 gegen Bösinghoven vor Wochenfrist erneut zwei Tore in den ersten fünf Minuten fing, war für den Coach schlicht „albern“. Nach zwei Abwehrschnitzern von Joao Pedro legten Jonas Gerritzen (1.) und Stephan Schneider (5.) ein 2:0 für den SVS vor. Daraufhin holte Wölpper seinen Verteidiger schon nach 15 Minuten vom Feld und brachte Steffen Böhm. Der sollte für das nächste Déjà vu sorgen. Wie Georgios Mantatzidis vor einer Woche holte sich Böhm in der 75. Minute glatt Rot ab. „Mit 20 Metern Anlauf rammt er seinen Gegner um. Da hätte er auch gleich zum Schiri gehen und sagen können: Bitte gib mir Rot.“ Dabei hatte Wölpper den gefährdeten Mano Ioannidis zuvor extra noch ausgewechselt, um nicht in Unterzahl zu geraten.

Dass die Zebras das Match erneut umbogen, war vor allem Maik Goralski zu verdanken, der vor einer Woche noch – ähnlich wie Pedro diesmal – der Pechvogel in der Abwehr gewesen war. Diesmal lief der gelernte Stürmer in vorderster Front auf und zeigte, dass er nichts verlernt hat. Mit einer Einzelaktion (45.) und einer Volleyabnahme nach einem Lupfer von Nils Pagojus (56.), stellte Goralski das 2:2 her. Und per Kopf nach Aycicek-Freistoß glich er auch das 2:3 aus (76.), das Schneider ebenfalls nach einem Standard für den SVS besorgt hatte (68.). „Vorne konnte Maik etwas befreiter aufspielen,“ freute sich Wölpper, dass sich sein Kapitän rehabilitieren konnte.