Wölpper setzt auf Ioannidis

MSV-Trainer Manfred Wölpper will die laufende Saison mit Anstand beenden.
MSV-Trainer Manfred Wölpper will die laufende Saison mit Anstand beenden.
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Was wir bereits wissen
Im Oberliga-Endspurt könnten vermehrt jüngere Spieler ihre Chance erhalten. MSV II ist am Sonntag beim SV Sonsbeck zu Gast.

Duisburg..  Die Oberliga biegt in die Zielgerade ein. Vier gemeinsame Spieltage haben die Kicker des MSV Duisburg II noch vor der Brust, bevor sich die Wege nicht weniger Zebras in der nächsten Saison trennen werden. Mit Tarkan Yerek (1. FC Bocholt) steht der vierte Leistungsträger fest, der in der sein Glück bei einem der kommenden Gegner des MSV suchen wird. Doch noch gehören Yerek & Co. zum Team im Zebra-Dress. Und für alle U-23-Kicker gilt, angefangen mit dem Spiel beim SV Sonsbeck (Sonntag, 15 Uhr, Balberger Straße), auch als solches aufzutreten.

„Ich möchte, dass wir die Saison mit Anstand zu Ende bringen“, appelliert Manfred Wölpper erneut an die richtige Einstellung seiner Spieler. „Ich hoffe, dass die Jungs Charakter zeigen.“ In den letzten 30 Minuten beim 2:2 gegen TuS Bösinghoven präsentierten die Meidericher das Gesicht, dass der Trainer neben gutem Fußball von seiner Truppe sehen will. Sie bewiesen Moral und Courage und drehten so in Unterzahl den 1:2-Rückstand. „Allen voran Mano Ioannidis“, lobt der Coach den Joker zum 2:2. „Seine Zweikampfstärke war unglaublich. Und er hat auch eine richtig gute Quote.“

Zwei Tore in nur 208 Einsatzminuten kann in der Tat nur Profi Kevin Scheidhauer überbieten, der in seinem einzigen Spiel für die U 23 gleich dreimal traf. Sollte Germanos Ioannidis diese Quote auch auf längere Einsatzzeiten übertragen können, wäre morgen gegen den Viertletzten der Liga nach acht vergeblichen Anläufen vielleicht endlich auch wieder ein Sieg für die Zebras drin. Wölpper wird es ausprobieren. „Mano wird in den letzten vier Spielen auf jeden Fall öfter zum Einsatz kommen“, verspricht der Coach. Denkbar ist ohnehin, dass im Schlussspurt vermehrt die jüngeren Spieler auflaufen werden, bei denen die Perspektive besteht, auch in der nächsten Saison zum U-23-Kader zu gehören.

Einfach wird es gegen den SVS, der am Sonntag noch einmal alles in die Waagschale werfen wird, um den rechnerisch sicheren Abstieg zu verhindern, sicher nicht. Die Statistik spricht mit drei Siegen in drei Duellen aber eindeutig für das Ende der Durststrecke beim MSV. Manfred Wölpper stellt eine eigene Rechnung auf. „Wenn wir noch zwei Siege aus den letzten vier Spielen holen, haben wir alles in allem noch eine richtig gute Saison gespielt.“