Wölfe geben Fünf-Tore-Führung aus der Hand

HC Wölfe Nordrhein –
HSG Schwanewede/N. 29:30 (12:11)

Wölfe: Yannick Kamp (10/7), Alex Telohe (6), Mats Wolf, Pascal Wolfhagen, Julian Kamp, Jan-Niklas Sinnwell, Marvin Hartges (je 2), René van Deventer, Justin Lindner, Max Molsner.

Alles war da für einen Sieg. Ein Yannick Kamp, der den Ball zehnmal ins gegnerische Tor beförderte. Ein René Krouß, der zwischen den Pfosten eine richtig starke Leistung bot. Ein Spurt, der aus einem 2:6 nach 15 Minuten ein 21:16 nach 40 Minuten machte. Und dennoch reichte es für den HC Wölfe Nordrhein erneut nicht zu einem Sieg. Der Handball-A-Jugend-Bundesligist unterlag zu Hause der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 29:30 (12:11). Eine Niederlage gegen einen bis dato punktgleichen Kontrahenten, die völlig unnötig war. „Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, sprach aus Trainer Thomas Molsner zurecht eine Menge Frust.

Eine Viertelstunde lang lief gar nichts. „Uns war die lange Spielpause von drei Wochen deutlich anzumerken.“ Beim Stand von 2:6 nahm der Coach eine Auszeit – und die Aufholjagd begann. Das bemerkte der Trainer der Mannschaft aus Osterholz – und nahm vier Minuten später beim Stand von 5:6 ebenfalls einen Timeout. Doch acht Minuten später lagen die Wölfe beim 11:10 erstmals vorne und gingen mit einem 12:11-Vorsprung in die Pause.Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel ließen nicht einmal ansatzweise die Vermutung aufkeimen, dass an einem Sieg der Duisburger Jungs irgendwie zu rütteln wäre. Nicht nur der Spielstand von 21:16 (40.) ließ Zweifel aufkommen – auch das an sich souveräne Auftreten der Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt. Doch wie Schwanewede die Linie in der ersten Halbzeit verlor, waren fortan die Wölfe von der Rolle. Zehn Minuten später glichen die Gäste aus Norddeutschland zum 25:25 aus und gingen kurz darauf in Führung. Bis zum 28:28 blieben die Wölfe dran, danach legten Schwanewede zwei weitere Treffer nach – zu viel, um zumindest noch einen Zähler zu retten.

„Man muss auch sagen, dass einige Entscheidungen der Schiris eigenartig waren“, so Molsner. Da lag er nicht so falsch. Für die Gäste ergab sich so beispielsweise auch eine doppelte Überzahl, die die HSG nutzte, um heranzukommen. Der HCW ist damit auf den vorletzten Rang zurückgefallen.