WM soll wieder nach Duisburg

So soll’s 2019 wieder sein: Starke Leistungen und gute Stimmung auf der Duisburger Regattabahn. Im März wird die WM vergeben.
So soll’s 2019 wieder sein: Starke Leistungen und gute Stimmung auf der Duisburger Regattabahn. Im März wird die WM vergeben.
Foto: WAZ FotoPool
DKV bewirbt sich mit der Regattabahn im Sportpark Wedau um die Titelkämpfe im Jahr 2019. Konkurrenten heißen Szeged und Moskau.

Duisburg..  Bei der Frage, ob er schon im WM-Fieber sei, denkt Jürgen Dietz zunächst einmal an die aktuellen Erfolge der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei den Titelkämpfen in Katar. Gemeint war allerdings eine Weltmeisterschaft, die der Betriebsleiter von Duisburg-Sport vor der eigenen Haustür verfolgen kann: Für das Jahr 2019 hat sich der Deutsche Kanu-Verband (DKV) nämlich mit der Regattabahn im Sportpark Wedau beworben, nachdem zuletzt 2013 auf dieser Strecke um die globalen Titel gekämpft worden war.

„Erst einmal muss der DKV ja mit seiner Bewerbung Gehör finden“, bleibt Dietz vorerst ganz gelassen. Der Verband gab am Dienstag bekannt, sich mit seinem bewährten Duisburger Partner um die Ausrichtung bewerben zu wollen. „Wir wollen die WM im vorolympischen Jahr auf die weltweit renommierte Wedau-Bahn holen und haben beim Weltverband ICF inzwischen offiziell die Bewerbungsunterlagen eingereicht“, so DKV-Chef Thomas Konietzko. Er weiß, was er an Duisburg hat, waren doch die 2013er-Wettkämpfe ebenso ein Erfolg wie zuvor in den Jahren 1979, 1987, 1995 und 2007.

Nach jetzigem Stand gäbe es an der Bahn selbst wenig zu tun, um sie in vier Jahren wieder in WM-tauglichem Zustand zu haben. „Vielleicht müssen wir noch ein bisschen an der Barrierefreiheit arbeiten, aber ansonsten hat das beim letzten Mal schon alles sehr gut gepasst“, so Jürgen Dietz. Eine Baustelle wird in den nächsten Jahren aber das Kanu-Bundesleistungszentrum sein: „Da ist ja eine Komplettsanierung geplant, mit der wir bis 2017 fertig sein sollten.“

Rechtzeitig zum erhofften Großereignis soll die Regattabahn dann in vollem Glanz erstrahlen. Jürgen Dietz will sich aber nicht zu früh freuen: „Es ist nicht mehr so wie früher, dass Duisburg automatisch den Zuschlag bekommt, sobald es seinen Hut in den Ring wirft.“ Mit dem Dauerkonkurrenten Szeged in Ungarn sowie der russischen Hauptstadt Moskau gibt es zwei ernstzunehmende Konkurrenten. Die Entscheidung zwischen diesen drei Bewerbern wird am 21. März im marokkanischen Marrakesch über die Vergabe entscheiden.

Sollte es grünes Licht für die Deutschen geben, ist auf lokaler Ebene bereits alles eingestielt. Wie gewohnt würde Otto Schulte mit dem Kanu-Regatta-Verein als Veranstalter fungieren. Er wird auch in Marrakesch dabei sein – genau wie Katrin Wagner-Augustin. Die vierfache Olympiasiegerin will mit ihren eigenen Erfahrungen die Werbetrommel für Duisburg rühren.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE