Winterliche Willensschulung in Homberg

Hombergs Trainer Günter Abel powert mit seinen Schützlingen das Wochenende durch.
Hombergs Trainer Günter Abel powert mit seinen Schützlingen das Wochenende durch.
Foto: Lars Fröhlich
Was wir bereits wissen
Freitag Treppenlauf, Samstag Test und Laufeinheit kombiniert, Sonntag wieder Training: Der VfB tritt in der Vorbereitung auf das Gaspedal.

Duisburg..  Wenn eine Halbserie gut gelaufen ist, dann kann ein Trainer die Leine bei der Arbeit mit seinem Team schon mal etwas lockerer lassen. Auf den VfB Homberg, Tabellenschlusslicht in der Fußball-Oberliga Niederrhein, trifft dieser komfortable Zustand nicht zu. „Wir müssen mehr tun als üblich. Zückerchen gibt es bei uns nicht“, sagt Trainer Günter Abel, der bis zum Rückrunden-Start im Februar mehrere „Baustellen“ abarbeiten muss.

Abel: „Zum einen kommt es darauf an, vor dem gegnerischen Tor gefährlicher und effektiver zu werden. Zum anderen ist es von großer Bedeutung, dass wir in der Defensive wieder die Stabilität erreichen, die uns über Jahre zu einem unbequemen Gegner gemacht hat.“ Dazu setzt der Ex-Profi den Hebel noch bei „Kleinigkeiten“ an. „Es gab Situationen, in denen wir uns zu sehr mit dem Schiedsrichter beschäftigt haben, anstatt uns auf die eigene Leistung zu konzentrieren. Auch das sind Faktoren, die im großen Ganzen eine Rolle spielen.“

Günter Abel unternimmt in der Winter-Vorbereitung alles, um seine Mannschaft optimal für die Aufholjagd zu präparieren. „Was wir hier bisher getan haben und noch weiter machen werden, das ist eine echte Willensschulung“, sagt der ehemalige Bocholter. Am Freitag ließ Abel seinen Kader im Stadionrund die Treppen vor dem Stehplatzbereich hochrennen, um das Team dann über die anstrengende Steigungsgerade hinter der Anzeigetafel zu schicken: „Die Jungs merken, dass es bei uns jetzt anders zur Sache geht. Wir haben richtig Gas gegeben.“ Am Samstag (15 Uhr, Lütticher Straße) bestreitet der VfB seinen ersten Test bei Landesligist SpVgg Sterkrade-Nord. Jeder Kicker soll eine Halbzeit spielen. Parallel zum Freundschaftsduell wird eine Laufeinheit abgehalten. Abel: „Auf das Spiel an sich nehmen wir keine Rücksicht. Gerade für Sebastian Schweers, der neu zu uns gestoßen ist, sind solche Partien wichtig, um Wettkampfpraxis zu sammeln.“ Auch für Albert Gashi wäre die Sterkrade-Begegnung nach seinem Kreuzbandriss wichtig, um wieder Fahrt aufzunehmen. Aber der Verteidiger muss sich noch gedulden, da sein operiertes Knie eine leichte Reaktion gezeigt hat. Allrounder Mo Attris (Narbengewebe am Knie bereitet Probleme) wird ebenfalls noch geschont. Dafür ist Eric Holz nach muskulären Beschwerden wieder einsatzfähig.

Eine Runde Pizza für das Team

Am Sonntagmorgen geht es beim VfB mit der nächsten Trainingseinheit weiter. Bei aller Anstrengung streute Günter Abel, der unter der Woche seinen 49. Geburtstag feierte, eine kleine Belohnung ein. Zusammen mit seinem Bruder und Co-Trainer Volker, der 48 Jahre alt wurde, schmiss er eine Runde Pizza für das Team. Neuzugang Schweers steuerte die Getränke bei. So gab es doch etwas Zucker – wenn auch flüssig.