Wink erst ausgeknockt, dann Matchwinner

Eine Schlüsselszene: Der Lanker Andreas Mailänder trifft beim Freiwurf VfB-Spieler Andreas Wink.
Eine Schlüsselszene: Der Lanker Andreas Mailänder trifft beim Freiwurf VfB-Spieler Andreas Wink.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Der VfB Homberg verteidigt in der Verbandsliga mit einem 27:23-Sieg über Treudeutsch Lank die Tabellenführung.

Duisburg..  Am Ende war der Sieg deutlich, tatsächlich war das Handball-Verbandsliga-Spiel zwischen dem VfB Homberg und Treudeutsch Lank aber eine enge und hart umkämpfte Kiste. Erst als Andreas Wink 64 Sekunden vor Schluss für den VfB zum 25:23 traf, fiel die Last von den Hombergern ab. Der Spitzenreiter gewann die Partie mit 27:23 (13:15).

Lank hochkarätig verstärkt

Die Homberger mussten hart kämpfen, um sich die Tabellenführung – am Vorabend hatte Verfolger Oppum gepunktet und sich in der Tabelle vor den VfB geschoben – zurückzuerobern. Treudeutsch Lank hatte sich vor der Partie noch namhaft verstärkt und mit dem früheren Neusser Drittligaspieler Jens Todtenhöfer verstärkt.

Der VfB lag in der ersten Halbzeit der ruppigen Partie meistens zurück und ging mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine. In der Schlusssekunde des ersten Durchgangs kam es indes zu einer Schlüsselszene. Beim Freiwurf traf Andreas Mailänder mit voller Wucht die Mauer – genau genommen Andreas Wink ins Gesicht, der zu Boden ging. Die Schiedsrichter zeigten Mailänder die Rote Karte. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, zeigte VfB-Trainer Rüdiger Winter kein Verständnis für die Aktion des Lankers. Somit mussten die Gäste auf einen ihrer Leistungsträger in der zweiten Hälfte verzichten.

Der VfB konnte in der 33. Minute zum ersten Mal ausgleichen und ging in der Folgeminute zum ersten Mal in Führung (16:15) – übrigens mit zwei Mann in Unterzahl. „So ein Tor setzt natürlich neue Motivation frei“, befand VfB-Übungsleiter Winter.

Das Rennen bleibt spannend

Treudeutsch Lank bot dem Spitzenreiter weiter Paroli und ging in der 49. Minute letztmalig in Führung. Der VfB drehte danach den 20:21-Rückstand in eine 23:21-Führung, kassierte in der 56. Minute aber doch noch den Ausgleich zum 23:23. Doch erst mit dem Treffer zum 25:23 durch Wink war die Partie entschieden. Vor allem Wink sprach der Trainer ein großes Kompliment aus: „Er war nicht hundertprozentig fit, hat aber eine riesige Partie gespielt.“

Nach den Schwierigkeiten in den letzten Spielen hofft Winter, dass der VfB nun wieder in die Spur gefunden hat. Der Kampf um die Spitze dürfte in den nächsten Wochen spannend bleiben. Rüdiger Winter: „Da wird keiner durchmarschieren. Jedes Team wird bis zum Saisonende noch Punkte liegen lassen.“

VfB: Wiedemann (10/2), Upietz, Reich (je 4), Wink, Kox, ter Haar (je 2), Leigraf, Gernand, Niehoff (je 1).