Wetteborn war erstmals sauer

Der VfB Homberg musste sich den OSC Löwen Duisburg II geschlagen geben.
Der VfB Homberg musste sich den OSC Löwen Duisburg II geschlagen geben.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Zum ersten Mal in dieser Saison konnte und wollte VfB-Trainer Christian Wetteborn seine Mannschaft nach einer Niederlage nicht mehr in Schutz nehmen.

Start der Rückrunde in der Handball-Landesliga – und nur einer von drei Duisburger Teilnehmern konnte ein Erfolgserlebnis verbuchen. Die SG OSC Löwen II besiegte im Derby den VfB Homberg II vor dessen Publikum. Auch der VfL Rheinhausen verlor im eigenen Haus.

VfL Rheinhausen –
DJK VfR Saarn 32:40 (14:17)

VfL: Hüfken (6/1), Nepicks (6), Gamalski (5), Brunotte (2), Kugel, Kowalewski, Gangelhoff.

Erneut vertrat Sven Petersen den erkrankten Cheftrainer Martin Gräfen – und erneut gab es kein Erfolgserlebnis für die junge VfL-Mannschaft. „Gegen den Tabellendritten zu verlieren, ist in unserer aktuellen Situation schon in Ordnung. Das ,Wie’ und die Höhe ärgern mich aber total“, so der Ersatztrainer. Vor allem die Abwehr machte dem Coach erneut zu schaffen. Dabei hatten die Bergheimer richtig gut begonnen und bis zur 25. Minute sogar mit 8:6 geführt. Zwei bis drei dumme Fehler sorgten dann aber für einen knappen Pausenrückstand. „Nach dem Seitenwechsel sind wir noch einmal zum Ausgleich gekommen, aber dann sind alle Dämme gebrochen. 23 Gegentreffer in einer Halbzeit sind einfach zu viel“, hätte sich Sven Petersen ein knapperes Ergebnis und ein bisschen mehr Konstanz in der Defensive gewünscht. Kleiner Lichtblick: Durch die Ausfälle von gleich drei Leistungsträgern (Sven Woyt, Michael Schubert und Andreas Hielscher) war der Nachwuchs nahezu auf sich allein gestellt, sodass allein sechs Tore von zwei Jungs Anfang 20 erzielt wurden.

VfB Homberg II –
SG OSC Löwen II 21:28 (10:13)

VfB II: Kanschat (8), Ostroga (4), Lammert (3), Knapp, Dürdoth, Weigt, Mechmann, Lenz.
OSC Löwen II: van Deventer (9), Julian Kamp (7), Yannick Kamp (4), Liesen (3), Hoppert (2), Wolfhagen, Gehlings, Telohe.

Zum ersten Mal in dieser Saison konnte und wollte VfB-Trainer Christian Wetteborn seine Mannschaft nach einer Niederlage nicht mehr in Schutz nehmen: „Als wir so gespielt haben, wie wir es trainiert und uns vorgenommen haben lief es noch richtig gut. Immerhin haben wir in der ersten Hälfte noch einen Fünf-Tore-Rückstand auf drei Tore zur Pause verkürzt. Insgesamt bin ich aber das erste Mal richtig sauer!“ Immerhin lief nach dem Seitenwechsel bei den Hombergern nichts mehr wie geplant. Stattdessen drehten die Löwen auf, die so Tor um Tor erzwangen und am Ende mit einem deutlichen Vorsprung von sieben Toren das Spiel für sich entschieden. „Wir haben uns eine Woche lang gezielt vorbereitet, aber die Vorgaben wurden einfach nicht umgesetzt“, zeigte sich der Homberger Trainer bedient. Sein Gegenüber, SG-Trainer Carsten Klottig, bekam dagegen das Grinsen kaum aus dem Gesicht: „Wir haben von der ersten Minute an den Kampf angenommen und verdient gewonnen“, sah der siegreiche Übungsleiter eine zufriedenstellende geschlossene Mannschaftsleistung.