Warten aufs Loch
03.08.2010 | 20:59 Uhr 2010-08-03T20:59:00+0200
Duisburg.Für den Duisburger SV 1900 läuft es in der Vorbereitung gut.
Es passiert einfach nicht. „Heute werden wir wohl in ein Loch fallen“, sagte Trainer Jörg Kessen vor dem Testspiel des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 gegen die SV Schonnebeck. 15 Minuten lang, in denen Kessen „fast übel“ wurde, schien er recht zu behalten. Danach fingen sich die Wanheimerorter gegen den Essener Verein aus einer Landesliga-Parallelgruppe und gewannen noch mit 5:3. „Das macht mir beinahe Angst“, sagte er schon einige Tage zuvor. Zumindest aber steigt die Hoffnung, dass die Verantwortlichen bei den Schwarz-Roten endlich einmal keine Angst im Verlauf der Saison haben müssen.
Vor zwei Jahren hätte der DSV beinahe den einzig verbliebenen Abstiegsplatz nach den Rückzügen von Radevormwald und Galatasaray Mülheim erwischt. In der zurückliegenden Spielzeit lief es so schlecht, dass nur ein ungeheuer starke Rückrunde unter Kessen sowie ein Umbau der Mannschaft die 1900er vor dem Abstieg in die Bezirksliga rettete. „Die jetzige Mannschaft ist willig und jung“, freut sich Kessen, der einem erfahrenen Defensivspieler zuletzt absagte. „Das Team ist so gut drauf, da kann ich ihnen doch keinen anderen Spieler vor die Nase setzen“, so der Trainer.
Erstaunlich ist, dass die DSV-Mannschaft offenbar auch Ausfälle gut kompensieren kann. Mit den Zwillingen Tim (Sturm) und Kay Kašaj (Verteidigung) hat sich 1900 gute Spieler aus Sterkrade geangelt. Beide fielen verletzt gegen Schonnebeck aus – dennoch setzte sich das Team durch. Darüber hinaus fielen Carlo und Christoph Strauß, Julian Giebel, Sergio Hector Pastor Gutierrez und Alexander Nurlu wegen Verletzung oder Urlaub aus. Beeindruckend, doch auf der Strecke einer langen Saison wäre es schon gut, wenn nicht zu oft wichtige Spieler ausfielen. Ein Ausfall ist lange eingeplant – einer der schöneren Sorte. Schließlich reist Willi Anatassiadis bald nach Thessaloniki, um zu Hause in Griechenland seine Lebensgefährtin zu heiraten. Er verpasst damit zwar die ersten drei Ligaspiele, sollte dafür aber bestens gelaunt nach Duisburg zurückkehren.
Die Startelf festzulegen, fällt noch schwer. „Da drängen sich 13, 14 Spieler auf“, so Kessen. „Vielleicht findet sich da auch jemand auf der Bank wieder, der noch nicht damit rechnet.“
Einen Kritikpunkt sieht Kessen aber doch. „Unsere Torhüter müssen sich noch steigern“, sagt er. Wäre ja auch langweilig, wenn es nichts gäbe, was der Coach und seine Spieler verbessern müssten.
16:05
Drück den Jungs für die kommende Saison gaaaaanz fest die Daumen.