Wanheim sieht den Wettbewerb verzerrt

Bedient: Lothar Klöser.
Bedient: Lothar Klöser.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Trainer Lothar Klöser kann nicht nachvollziehen, warum der neue Spielplan zum Rückrundenstart Duelle mit zwei Reserveteams von Landesligisten vorsieht.

Duisburg..  Die positive Gefühlslage, mit der die Kreisliga-A-Kicker des SV Wanheim 1900 und ihr Trainer Lothar Klöser als Tabellenfünfter in die Winterpause gegangen sind, ist verflogen. Der Grund ist der Blick auf den Spielplan der Rückrunde, die in der A-Liga schon am 8. Februar beginnt. „Der Spielplan wurde komplett durcheinander gewürfelt“, so Klöser.

Der neue Plan sieht nun direkt die Spiele gegen die Zweitvertretungen der Landesligisten VfB Speldorf und Duisburger SV 1900 vor, auf die der SVW gemäß dem Hinrundenprogramm erst am dritten beziehungsweise sechsten Spieltag getroffen wäre. Da die Landesliga erst einen Monat später in die Ruckrunde startet, fürchtet der Wanheim-Coach, dass seine Elf in den beiden Partien auf verkappte Landesliga-Teams treffen und somit nahezu chancenlos sein könnte. „Beide Vereine spielen gegen den Abstieg und werden mit Sicherheit viel Verstärkung aus der Ersten bekommen“, vermutet Klöser, „und wenn wir in diesen beiden Spielen sechs Punkte verlieren sollten, können wir den Aufstieg auch direkt abschreiben.“

Der Trainer schiebt nach: „Auf einen der beiden Klubs zu treffen, wäre ja noch okay, aber uns direkt beide hintereinander vor die Nase zu setzen, das grenzt für mich an Wettbewerbsverzerrung.“

Warum der Rückrundenplan überhaupt geändert wurde, ist den Wanheimern ohnehin vollkommen schleierhaft. „Das weiß keiner so genau“, sagt Lothar Klöser. „Mir erschließt sich die Logik auch nicht. Jetzt spielen wir in drei Wochen schon wieder gegen die TuS Mündelheim, auf die wir erst drei Wochen vor der Winterpause getroffen sind“, nennt der Trainer ein weiteres Beispiel der merkwürdigen Neugestaltung. „Ich habe mehrfach vergeblich versucht unseren Staffelleiter Michael Krieger zu erreichen und nach dem Sinn zu fragen. Aber ich habe keine Antwort erhalten.“