Viktoria hofft gegen Rheinland auf volle Ausbeute

Timo Kemperdieck (rechts) und die Viktoria haben noch eine Mini-Chance auf den Aufstieg.
Timo Kemperdieck (rechts) und die Viktoria haben noch eine Mini-Chance auf den Aufstieg.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
Buchholzer haben nur noch eine theoretische Chance auf den Bezirksliga-Titel, wollen aber im Duisburger Duell den zweiten Platz sichern.

Duisburg..  Drei Abstiegsplätze sind in der Gruppe 6 der Fußball-Bezirksliga noch zu vergeben – sieben Teams stemmen sich dagegen, in zwei Wochen auf diesen Rängen zu stehen. Nach dem drittletzten Spieltag am Pfingstmontag könnten zwei weitere Teams traurige Gewissheit haben. Concordia Oberhausen (Platz 13/35 Punkte) muss gegen Spitzenreiter Blau-Weiß Oberhausen gewinnen, um noch eine Chance zu haben. Und auch für Rot-Weiß Mülheim zählt nur ein Sieg.

Meiderich 06/95 – Rot-Weiß Mülheim: Meiderich (8, 44) bildet die Spitze im Feld der noch abstiegsbedrohten Klubs, Rot-Weiß (14/34) das Ende. Bei sechs Punkten Rückstand auf den rettenden Platz elf muss Mülheim zwingend in Meiderich gewinnen. Die 06er können sich hingegen mit einem Sieg vorzeitig retten, da die Abstiegskonkurrenten Möllen (10/41), Mülheim 07 (11/40) und Klosterhardt II (12/39) noch gegeneinander spielen. „Wir haben drei Matchbälle. Einen davon müssen wir versenken. Am besten gleich den ersten“, so Coach Ralf Gemmer.

Hamborn 07 – TuRa 88 Duisburg: Auch die Löwen haben noch ein Ziel. „Wir wollen den vierten Platz halten. Das gehen wir jetzt an“, versucht Trainer Haluk Piricek die Motivation im Team hoch zu halten. Sakis Papachristos muss sich da nicht ganz so viel einfallen lassen. Bei nur drei Zählern Polster auf einen Abstiegsplatz geht der TuRa-Coach davon aus, dass seine Kicker selbst gut genug wissen, was auf dem Spiel steht. „Wir haben jetzt noch drei Endspiele – danach ziehen wir Bilanz“, so Papachristos. Drei Punkte auf der Habenseite wären am Montag ein großes Plus für den Klassenerhalt als Bilanzergebnis.

Viktoria Buchholz – Rheinland Hamborn: Bei acht Punkten Vorsprung auf Rheinland würde Buchholz im direkten Duell mit dem Tabellendritten schon ein Remis reichen, um den zweiten Platz endgültig zu sichern. Aber auch mit Blick auf das Duell zwischen Concordia und Blau-Weiß will Michael Roß die volle Ausbeute einfahren. „Concordia muss gewinnen. Sollte Lirich stolpern, müssen wir zur Stelle sein“, schließt der Coach nicht aus, den Fünf-Punkte-Abstand zur Spitze noch einmal verkürzen zu können. Sollte Buchholz nicht gewinnen, könnte BWO mit einem Sieg hingegen die vorzeitige Meisterschaft feiern. Rheinland wird in Buchholz jedenfalls nicht abschenken, verspricht Trainer Bayram Cetinyürek: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur durch Glück da oben stehen, und als eines der besten, wenn nicht das beste Duisburger Team, die Saison beenden.“

SV Genc Osman – Adler Osterfeld: Ein Kampf um Platz vier mit den um einen Punkt besseren Adlern aus Osterfeld und Hamborner Löwen interessiert Coach Ilyas Basol, der am Montag beruflich verhindert ist, nicht. „Diesen Ehrgeiz müssen meine Jungs von ganz alleine entwickeln, wenn sie sich für die nächste Saison empfehlen möchten.“ Kevin Kirchner (Fersenverletzung) wird im Saisonendspurt fehlen.

Gruppe 5: SC Frintrop – Hamborn 07 II: Zumindest alle ausstehenden Heimspiele zu gewinnen hat sich die abgestiegene 07-Reserve noch zum Ziel gesetzt. Aber auch in Frintrop wollen sich die Löwen mit dem richtigen Biss präsentieren. „Wir wollen auf jeden Fall nicht Letzter werden und die noch bestmögliche Platzierung holen“, sagt Trainer Andreas Kubinski. Mit einem Sieg wäre der Sprung auf diesen angepeilten Platz 13 bereits machbar.

DJK vergibt Siegchance in Lirich

Mit dem letzten Aufgebot fuhr die DJK Vierlinden zur vorgezogenen Partie bei Absteiger Arminia Lirich. Am Ende hieß es 2:2 (1:1), wobei sich Gästetrainer Ahmet Tutal ein wenig über die verpasste Siegchance grämte: „Schade, wir haben uns noch die Butter vom Brot nehmen lassen.“ Erst in letzter Minute kam Lirich durch Sebastian Euskirchen zum glücklichen Remis. Hakan Keser verschoss beim Stand von 0:1 einen Elfmeter, erzielte dann aber nach dem Ausgleich durch Justin Stelzer das 2:1. „Wir haben zu viele Chancen ausgelassen“, so Tutal.