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Vieles ist möglich

18.05.2012 | 19:42 Uhr
Vieles ist möglich
Der Abschied naht: Zum letzten Mal läuft Alexandra Popp (links) am Sonntag für den FCR in Homberg auf. (Foto: Eickershoff)

Duisburg.   Theoretisch sind Meisterschaft und Champions-League-Qualifikation noch möglich. Dazu müssen aber zwei Siege her – und Patzer der Konkurrenz am letzten Spieltag.

Ja, es ist noch immer möglich. Und: nein, so richtig glauben sie beim FCR 2001 Duisburg wohl nicht mehr daran. Zwei Siege würden den Frauenfußball-Bundesligisten im Optimalfall tatsächlich noch an die Spitze des Klassements und damit zum Deutschen Meistertitel befördern. Nur ist das halt mit dem „Optimalfall“ so eine Sache. Das ändert aber nichts daran, dass die Partie gegen Tabellenführer und Titelverteidiger Turbine Potsdam (Sonntag, 14 Uhr, PCC-Stadion) so etwas wie ein krönender Abschluss der Saison werden soll.

Rechnen wir es einmal durch: Der FCR weist momentan 45 Punkte auf – fünf weniger als Potsdam, das zudem über das um zehn Treffer bessere Torverhältnis verfügt. Das heißt: Zwei – fraglos nicht als überdeutlich einzuplanende – Siege über Potsdam und am letzten Spieltag in Frankfurt reichen wohl nur dann, wenn die Turbinen auch ihre finale Partie in den Sand setzen. Zu der kommt am Pfingstmontag ausgerechnet Abstiegskandidat Lok Leipzig nach Babelsberg.

Kleine Chance auf Platz zwei

Einen Hauch besser stehen die Chancen auf die Champions-League-Qualifikation. Hier gilt es, den VfL Wolfsburg noch abzufangen, der vier Punkte mehr als der FCR und ebenfalls zehn Tore mehr auf dem Konto hat. Konsequenz: Die Niedersachsen dürften bei zwei Hüttenheimer Siegen maximal einen Punkt holen. Der Sonntagsgegner heißt immerhin 1. FFC Frankfurt, ehe die Saison bei der SG Essen-Schönebeck endet. Fazit: nicht auszuschließen, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.

Es gibt natürlich auch das umgekehrte Szenario. Das beinhaltet, dass bei einer Wolfsburger Niederlage und einem Potsdamer Sieg die Schröder-Truppe am Sonntag um 15.45 Uhr in Homberg mal wieder die Korken knallen lässt. Diese Möglichkeit schreckt die Anhänger des Gastgebers aber nicht ab – im Gegenteil. Die Tribüne ist bereits ausverkauft, bislang wurden 800 Tickets abgesetzt – mehr als vor jedem anderen Spiel der Saison. Zudem wird in Zusammenarbeit mit dem MSV noch eine Aktion angeboten: Mitglieder der Zebras oder Inhaber einer Dauerkarte aus der abgelaufenen Saison erhalten ermäßigten Eintritt.

Die Mannschaft soll von der großen Kulisse noch einmal zu einem ebensolchen Auftritt beflügelt werden. Trainer Marco Ketelaer hat endlich mal wieder einen etwas größeren Kader zur Verfügung, da Kozue Ando wieder zurückkehrt und auch Simone Laudehr ihre Blessuren auskuriert hat. Wehmut wird’s vor dem Spiel geben: Da verabschiedet der Verein Simone Laudehr, Alexandra Popp, Luisa Wensing, Christina Bellinghoven, Anke Preuß und – was nun offiziell ist und wenig überrascht – Petra Hogewoning.

Thomas Kristaniak



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