VfL schlägt den Zweiten – Eintracht schießt 30 Fahrkarten

Nur drei statt vier Spiele – und nur ein Sieg. Die Ausbeute der Duisburger Handballerinnen war mager. Die OSC Löwen Duisburg hatten ja wie gemeldet auf ihr Spiel beim TB Wülfrath verzichtet und verloren kampflos mit 0:0 Toren und 0:2 Punkten. Dafür setzte der VfL Rheinhausen mit dem Sieg beim Zweiten ein Ausrufezeichen.

TV Borken –
TV Aldenrade II 31:21 (15:13)

TVA: Sarah Stratmann (5), Völlings, Baum (je 4), Rath (3), Loy, Tielmann (je 2), Winstermann.

Claudia Jeschke musste für die diesmal verhinderte Heidi Kutsch übernehmen – und auch die Co-Trainerin teilte die Gefühlslage der eigentlichen Trainerin nach Spielen der TVA-Reserve: Ratlosigkeit. „Denn eine Halbzeit lang haben wir ein gutes Spiel gemacht“, so Jeschke. „Was danach passiert ist – keine Ahnung.“ Denn nach der Pause lief bei den Walsumerinnen nichts mehr zusammen, sodass am Ende eine hohe Niederlage zu Buche stand.

Eintracht Duisburg –
SV 08/29 Friedrichsfeld 19:22 (10:11)

Eintracht: Boy (7/7), Habekost (4), Christina Schild (3), Verena Schild (2), Rahlfs, Carstens, Höfer.

Als Uwe Kiel nach der Partie auf die Statistik schaute, sprach die Fassungslosigkeit aus ihm. „Wir haben 49 Mal auf das gegnerische Tor geworden und nur 19 Mal getroffen“, konnte der Eintracht-Trainer kaum glauben, dass sein Team 30 Fahrkarten geschossen hatte. „Es war nicht einmal so, dass wir bedrängt abgeschlossen haben. An sich hat alles gepasst. Die Würfe hätten einfach nur ins Tor gemusst“, sagte der Coach. „Seit ich bei der Eintracht bin, war es selten so einfach, ein Spiel zu gewinnen. Wir sind selbst schuld.“

VfL Rheinhausen –
SSV Gartenstadt 27:25 (15:12)

VfL: Armbruster (8), Henke, Bing, Bambey (je 5), Tummes (4).

Gleich drei Ausfälle, dazu krankheitsbedingt angeschlagene Spielerinnen – umso bemerkenswerter ist die Leistung der Bergheimerinnen gegen das Team aus Krefeld, das auch weiterhin direkt hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter aus Wülfrath liegt. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir angesichts der Voraussetzungen eine derart souveräne Leistung abrufen können“, lobte Trainer Michael Peter sein Team. Aus einer starken Leistung einer Mannschaft, die nur sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen aufbieten konnte, ragte Nadine Armbruster heraus.