VfB-Trainer Günter Abel fordert ein Feuerwerk

Hombergs Fabian Hastedt (Mitte) fällt wegen einer Gehirnerschütterung aus. Cengizhan Erbay (li.) hat sich die fünfte Gelbe Karte abgeholt und muss ebenfalls zusehen.
Hombergs Fabian Hastedt (Mitte) fällt wegen einer Gehirnerschütterung aus. Cengizhan Erbay (li.) hat sich die fünfte Gelbe Karte abgeholt und muss ebenfalls zusehen.
Foto: WAZ FotoPool
Der Tabellenletzte VfB Homberg erwartet Mitkonkurrent Kapellen-Erft zum Duell am Rheindeich. „Was wir bisher abgeliefert haben, das war ungenügend“, stellt der VfB-Coach seiner Gefolgschaft und sich ein rabenschwarzes Zwischenzeugnis aus. Jetzt soll die Trendwende her.

Wenn sich die Spieler des Fußball-Oberligisten VfB Homberg derzeit nach den Ergebnissen ihrer sportlichen Zwischenprüfung erkundigen würden, so wäre das Urteil gnadenlos. „Beim Blick auf die nackten Zahlen kann es nur die Bewertung ungenügend geben“, stellt Trainer Günter Abel fest.

Mit Pech hat der mittlerweile felsenfest zementierte letzte Tabellenplatz schon lange nichts mehr zu tun. „Wir haben neun Punkte nach 18 Spielen und laufen der kompletten Liga hinterher. Wir sind definitiv die schlechteste Mannschaft, da gibt es nichts zu diskutieren. Wir müssen da weder lamentieren noch uns etwas selbst vormachen. Die Gründe liegen einzig und alleine bei uns selbst“, findet der Homberger Coach klare Worte.

Am Sonntag (15 Uhr) kommt mit Kapellen-Erft die Mannschaft an den Rheindeich, die sich knapp über dem Rotlichtviertel aufhält und an sich das „Objekt der Begierde“ sein müsste. Doch davon will Abel gar nichts wissen. „Über Tabellenplätze brauchen wir gar nicht reden. Ziel muss es sein, den ersten Sieg im neuen Jahr einzufahren und anschließend weitere Erfolge nachzuschieben.“ Nur mit frischem Rückenwind und gestärktem Selbstvertrauen können sich die Linksrheinischen überhaupt noch Chancen ausrechnen, bis zum Mai in der Klassenerhalts-Verlosung zu bleiben.

Dass momentan niemand einen Pfifferling auf seine Gefolgschaft gibt, ist Günter Abel klar. „Wenn man jetzt eine Umfrage starten würde, wer am Ende absteigt, dann wäre das Urteil eindeutig. Da würden alle den VfB nennen.“ Umso wichtiger ist es für Thomas Schlieter & Co, am Sonntag ein Signal auszusenden, dass mit den Hombergern doch noch zu rechnen ist. Beim 0:5 in Velbert war das erhoffte Lebenszeichen nicht mal ein nervöses Flackern. „Wir müssen gegen Kapellen ein Feuerwerk abbrennen. Ich erwarte, dass sich niemand mehr hinter Dingen versteckt, die eventuell als Alibi herhalten könnten. Jetzt geht es darum, abzuliefern, Leidenschaft zu zeigen, alles rauszuhauen“, kitzelt Abel seine Kicker. Bei dem Versuch, Kapellen für die 5:0-Packung aus der Vorrunde abzustrafen, fehlen Cengizhan Erbay (Gelbsperre), Fabian Hastedt (Gehirnerschütterung), Eric Holz (Spritzentherapie gegen Knieprobleme) und wohl auch Patrick Polk, der wegen einer Grippe kaum trainiert hat.

Dafür steht Mo Attris nach auskurierten Knieproblemen auf der rechten Abwehrseite wieder zur Verfügung. Ognjen Petrovic, während der Wintervorbereitung ebenfalls verletzungsgebeutelt, hat gute Trainingsleistungen angeboten und darf sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen. Die Frage, wann Rückkehrer Simon Kouam Kengne im Mittelfeld abräumt, scheint bald beantwortet zu werden. Abel: „Simon war nach seiner langen Zeit ohne Training zuletzt im Loch. Es tat ihm nach den Einheiten alles weh. Jetzt ist er aus dem Loch heraus. Kengne wird für uns noch ein wichtiger Spieler.“

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