VfB Homberg arbeitet den Abstieg auf

VfB-Stürmer Almir Sogolj in Aktion: Ob der Torjäger nach dem Abstieg bleibt, ist noch offen.
VfB-Stürmer Almir Sogolj in Aktion: Ob der Torjäger nach dem Abstieg bleibt, ist noch offen.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Die Homberger leisten nach dem Sturz in die Landesliga Reparaturarbeiten. Ob Spieler wie Sunay Acar und Almir Sogolj bleiben, ist offen.

Duisburg..  Was sich bereits seit Monaten abgezeichnet hatte, ist seit dem 3:4 gegen Ratingen 04/19 Fakt: Der VfB Homberg spielt in der Saison 2015/2016 nicht mehr in der Fußball-Oberliga Niederrhein, sondern eine Etage tiefer in der Landesliga. „Letztlich ist das bei uns eine Qualitätsfrage. Wir haben einige Spieler im Kader, die oberligatauglich sind. Wir haben aber auch einige dabei, die es in dieser Klasse eben nicht können“, redet Urgestein Sunay Acar Klartext.

Der permanente Kampf gegen diverse Fehlerquellen ging gehörig an die Substanz. Acar: „Das ist vom Gefühl her so, als wenn du arbeiten gehst, aber für deine Tätigkeit am Ende des Monats keinen Lohn bekommst.“

Hinter den Kulissen laufen die Reparaturarbeiten einer komplett enttäuschenden Spielzeit. Mit Leitwolf Thomas Schlieter bleibt einer der erfahrenen Haudegen an Bord. Dazu haben auch Keeper Fabian Groß, die Mittelfeldspieler Eric Holz, Cengizhan Erbay, Oguzhan Cuhaci, Tobias Schiek sowie die Talente Tolga Dügencioglu und Thorsten Kogel bei den Gelb-Schwarzen verlängert. Als externe Neuzugänge stehen Verteidiger Julian Dusy und Mittelfeldakteur Dennis Wibbe aus Ratingen fest.

„Kein Wischi-Waschi“

Offen ist die Zukunft von Torjäger Almir Sogolj und auch von Acar. „Der Verein hat mir ein Zeichen gegeben“, sagt der Mittelfeldkämpfer, „aber es ist noch keine Entscheidung gefallen. Von der Fitness her würde ich eine weitere Saison hinkriegen, das ist nicht das Thema.“ Da Acar sich allerdings gerade beruflich anders orientiert, müssen Sport und Job in Einklang gebracht werden. Und Sogolj? „Der VfB hat mit mir gesprochen. Ich bin kein Typ, der sich nach einem Abstieg verpisst“, wählt „Almo“ gewohnt deutliche Worte.

Komplett ausgeschlossen ist die Landesliga für den Modellathtleten nicht. Sogolj: „Ich lehne das bestimmt nicht kategorisch ab. Wenn du mit deinem Klub runter musst, dann ist das bitter, aber man muss in dem Fall auch in den sauren Apfel beißen. Wichtig ist, einen guten Plan zu haben. Mit Wischi-Waschi kannst du nicht in die neue Saison gehen.“ Der ehemalige Speldorfer geht ins Detail: „Entweder willst du sofort wieder hoch und du bist erst mal drei, vier Jahre Landesligist.“

Neben Außenspieler Jonas Rölver und Abwehrrecke Dennis Konarski, die sich beide Hönnepel-Niedermörmter anschließen, machen auch Verteidiger Fabian Hastedt (Schwafheim) und Torwart Dominik Weigl (Scherpenberg) den Abflug. Die Offensivmänner Jura Adolf sowie Athanasios Mitrentsis wollen ihr Studium vorantreiben und deswegen den Trainingsaufwand drastisch reduzieren. Beide orientieren sich anderweitig.

Konarski sieht seinen Wechsel zu Hö-Nie nicht als Flucht an. „Ich wollte nach vier Jahren einen Tapetenwechsel und wäre auch im Falle des Klassenerhalts gegangen. Für mich ist der K.o. mit Homberg der erste Abstieg meiner Laufbahn. So etwas tut weh und man braucht es ehrlich gesagt auch nicht. Wir wollen die Saison jetzt noch anständig zu Ende spielen und vielleicht noch ein, zwei Plätze gutmachen.“ Den Gelb-Schwarzen drückt „Blitz“ Konarski die Daumen.

„Habe dem VfB viel zu verdanken“

„Ich habe Homberg viel zu verdanken. Der VfB muss nun nach vorne schauen und einen Neuaufbau machen. Ich wünsche Präsident Thomas Bungart, Vize Wolfgang Graf und Sportchef Frank Hildebrandt alle Gute. Sie führen den Verein absolut seriös. Da kann man als Spieler kein böses Wort verlieren.“