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Fußball-Regionalliga

Verschenkte Punkte fehlen dem MSV Duisburg II

27.12.2012 | 21:00 Uhr
Verschenkte Punkte fehlen dem MSV Duisburg II
MSV-Trainer Manfred Wölpper stellt sich in der Regionalliga auf einen langen Ab stiegskampf ein.Foto: Hayrettin Özcan

Duisburg. Manfred Wölppers letzte Wünsche vor Weihnachten wurden nicht erhört. Die zuletzt ausgefallenen Spiele gegen Bergisch Gladbach und den VfB Hüls hätte der Trainer des MSV Duisburg II gerne bestritten. Zumal es direkte Konkurrenten im Abstiegskampf sind, und das Überwintern über dem Strich möglich gewesen wäre. So hat sich der Coach des Aufsteigers die Tabelle der Fußball-Regionalliga auch nicht an den Tannenbaum gehängt. Denn wäre jetzt nach absolvierter Hinrunde Schluss, wäre der MSV mit Platz 17 und 19 Punkten abgestiegen.

Für den Trainer aber kein Grund zur Schwarzmalerei. „Es war klar, dass es schwer werden würde, aber mit einem Sieg mehr wären wir ja Stand jetzt auch schon wieder über dem Strich. Es wird für viele Teams bis zum Ende ganz eng bleiben“, glaubt Wölpper und setzt auf eine stärkere Rückrunde. Denn was ihn positiv stimmt, ist die zuletzt steigende Leistungskurve seiner Kicker, die „unheimlich gute Harmonie“ trotz der vielen Spieler, die immer wieder aussetzen müssen, und die positive Entwicklung des Einzelnen und des Teams. Nach zuvor zahlreichen durch Ausfälle und abgestellte Profis bedingten Umstellungen, konnte der Trainer beispielsweise zuletzt zweimal die gleiche Viererkette in der Abwehr stellen. „Und prompt spielen wir zweimal zu null.“

Stephan Hennen hat den verletzten Kapitän Sergej Karimow als linker Verteidiger „hervorragend ersetzt“, so Wölpper, Babacar M’Bengue ist als Innenverteidiger nicht mehr wegzudenken und auch Xelil Abdulla hat sich nicht nur in den Augen des Trainers in der Abwehrzentrale als deutlich wirkungsvoller als auf der Außenposition erwiesen. Auf der rechten Seite personifizierte Burak Akarca zuletzt den von Wölpper hochgelobten Ehrgeiz der Kicker, die in vielen Spielen nur auf der Bank saßen.

Auch die Spiele gegen die Topteams der Liga oder Größenordnungen wie Rot-Weiß Essen, Oberhausen und Wuppertal zeigten, dass der MSV „durchaus mithalten kann“, so der Trainer. Was ihn im Umkehrschluss wurmt, sind verschenkte Punkte gegen Teams aus der unteren Tabellenregion. Angefangen mit dem 0:2 in Bergisch Gladbach, dem 0:2 gegen den FC Kray sowie dem 0:1 gegen Wiedenbrück. Auch das 0:0 am letzten Spieltag gegen Schlusslicht Düsseldorf fällt in diese Kategorie. Aus den letzten vier Remis in Folge hätten ebenfalls mehr Punkte herausspringen können, wenn nicht müssen. „Die Mannschaft hat sich oft nicht selbst für eine gute Leistung belohnt“, hätten es auch für Uwe Schubert drei bis vier Punkte mehr sein müssen. „Dann wären wir im Soll“, sagt der Jugendcheftrainer, ohne dabei die Leistung des Aufsteigers schmälern zu wollen. „Viele haben uns anfangs nicht zugetraut, dass wir so mithalten würden. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie eine gute Rolle spielen kann.“

Trainingsstart am 3. Januar

Was die Rückrunde angeht, gibt der Leiter des Nachwuchsleitungszentrums aber zu bedenken, dass die Köpfe der Spieler durch Vertragsverhandlungen nicht so frei sein könnten. Auch aufgrund der schwierigen finanziellen Situation und lang anhaltenden Ungewissheit in der Profiabteilung sind bislang noch keine Kontrakte verlängert worden. Nach vorerst abgewendeter Insolvenz könnten sich Vertragsgespräche im neuen Jahr nun eventuell einfacher gestalten. Während Hakan Gökdemir und Tobias Portmann die U 23 bereits in der Hinrunde mit bislang unbekanntem Ziel verlassen haben, wird sich in der Winterpause personell voraussichtlich nichts ändern.

Am Donnerstag, 3. Januar startet der MSV II mit dem ersten Training in die Vorbereitung. Einen Tag später geht es zum Hallenstadtpokal in einer Gruppe mit TuRa 88, Genc Osman, Rumelner TV und DJK Vierlinden. Bevor es am 26. und 29. Januar mit den Nachholspielen in der Liga gegen Bergisch Gladbach und Hüls weitergeht, sind folgende Testspiele terminiert: Mittwoch, 16.Januar, 19 Uhr: Germania Ratingen 04/19 (A); Sonntag, 20.Januar, 14 Uhr: SV Hönnepel-Niedermörmter (A).

Sven Kowalski



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