Velbert hofft auf Meisterjubel in Meiderich

Vor einer Woche bejubelten die U-23-Kicker des MSV Duisburg den Zweitliga-Aufstieg der Profis. Am Pfingstmontag könnte es auch an der Westender Straße zu Jubelarien kommen. Dann allerdings auf der anderen Seite. Die SSVg Velbert, die um 15 Uhr in Meiderich zu Gast ist, kann schon mit einem Remis gegen den MSV II die Meisterschaft in der Oberliga endgültig perfekt machen. Wenn es nach Manfred Wölpper geht, können die Bergischen ihre Meisterfeier auch gern noch um eine Woche verschieben und lieber im heimischen Stadion begehen.

Diese Möglichkeit ist aber nur noch von sehr theoretischer Natur. Velbert weist derzeit einen Vorsprung von sechs Punkten gegenüber dem Wuppertaler SV auf, wobei der WSV die vorgezogene Partie am Mittwoch beim 1. FC Bocholt mit 2:0 gewann, aber nun nur noch zwei Spiele zu bestreiten hat. Die Tordifferenz stellt sich zudem deutlich schlechter dar als bei den Velbertern.

„Diesmal wäre ich mit einem Unentschieden wohl auch schon zufrieden“, stellt MSV-Coach Wölpper trotz aller Erfolgssehnsucht nach neun Spielen ohne Sieg die ungleichen Verhältnisse in der Partie klar. „Velbert ist seit 24 Spielen ungeschlagen und hat über 90 Tore geschossen, die sich auf das gesamte Team verteilen. Das zeigt schon, wie variabel und schwer auszurechen sie sind“, so der Coach. „Wir gehen mit dem Fähnlein der letzten Aufrechten ins Spiel. Aber das macht es umso interessanter.“

Georgios Mantatzidis, der für seine zweite Rote Karte gegen Bösinghoven eine sechswöchige Sperre erhielt, wird ebenso nicht mehr eingreifen können wie Steffen Böhm, der nach seiner Tätlichkeit in Sonsbeck mindestens in den letzten drei Spielen fehlen wird. Bei Tim Kallenbach (Leistenprobleme) wird der MSV mit Blick auf die neue Saison weiter kein Risiko eingehen, zudem droht Kapitän Maik Goralski (Entzündung an der Patellasehne) auszufallen. So könnten sich Spieler aus der zweiten Reihe beweisen – wie Kenan Dünnwald oder Mano Ioannidis, die jüngst verlängert haben. „Diese Jungs sind ja zuletzt schon vermehrt zum Einsatz gekommen“, traut Wölpper auch dem Not-Team einen ordentlichen Auftritt zu.