Und plötzlich führten die 90er

Volle Hütte in Neumühl: Der Drittligist HSG Krefeld gewann letztlich standesgemäß mit 43:25.
Volle Hütte in Neumühl: Der Drittligist HSG Krefeld gewann letztlich standesgemäß mit 43:25.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der SV Hamborn 90 feierte sein 125-jähriges Jubiläum mit einem Spiel gegen den Drittligisten HSG Krefeld. Außerdem gab es Turniere für Oldies und Kids.

Duisburg..  Gut 250 Zuschauer sorgten dafür, dass die Albert-Einstein-Halle rappelvoll war. Die Temperaturen waren hoch, die Spannung stieg und plötzlich brandete Jubel auf. Der SV Hamborn 90 führt gegen die HSG Krefeld mit 1:0.

Die Neumühler Handballer sind nicht urplötzlich in die 3. Liga West aufgerückt, der Anlass des Spiels gegen die Nachbarn aus der Seidenstadt war aber ähnlich schön: Der SV Hamborn 90 feierte sein 125-jähriges Jubiläum – und das mit einem rund herum gelungenen Handball-Wochenende. Los ging es schon am Freitagabend mit dem Highlight gegen den Krefelder Drittligisten. Zuvor wurde das Parkett schon einmal von der zweiten Mannschaft der 90er gegen den TSV Steeden „warmgespielt“, ehe das vom Neumühler Bezirksligisten heiß erwartete Spiel begann. Natürlich hatte die 1:0-Führung der Rot-Weißen nicht lange Bestand. Am Ende gewann die HSG Krefeld, die immerhin vier Spielklassen über den 90ern angesiedelt ist, standesgemäß mit 43:25 (23:12) – was für die Gastgeber natürlich nebensächlich war.

Der Spaß stand im Vordergrund – umso besser also, dass die Spieler beider Mannschaften einige Kabinettstückchen boten. Nach dem Spiel wurde lange gefeiert. „Als der Letzte am frühen Morgen nach Hause ging, liefen schon die Vorbereitungen für den Familientag und das große Handballturnier“, strahlte 90-Pressesprecher Christian Horbach. Neben einer Hüpfburg, einem Grillstand und einer Showbühne gab es auch Sport – der mit einem „Heimsieg“ endete. Denn Sieger des Traditionsturniers wurde das Team „Die Alten 90er“. Am Sonntag stand noch ein Jugendturnier auf dem Plan, bei dem die E-Jugend von Westende Hamborn den Siegerpokal nach oben recken durfte. Eine Ende mit Signalwirkung – denn im Jugendbereich will der Verein den Grundstein für die nächsten 125 Jahre legen. Zumindest würde es die ersten Jahre dieser Zeitspanne umfassen . . .