TuRa kämpft um sportliches Überleben

Tore von Fotios Papachristos (links) braucht TuRa 88, wenn die Neudorfer nicht auf einen der Abstiegsplätze in der Gruppe 6 rutschen wollen.
Tore von Fotios Papachristos (links) braucht TuRa 88, wenn die Neudorfer nicht auf einen der Abstiegsplätze in der Gruppe 6 rutschen wollen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Neudorfer wollen mit einem Sieg über Concordia Oberhausen den Abstand zur Abstiegszone in der Bezirksliga wieder ausbauen.

Duisburg..  So schnell kann es gehen. Vier Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Bezirksliga steht TuRa 88 in der Gruppe 6 am Sonntag plötzlich vor einem „Überlebenskampf.“

TuRa 88 Duisburg – Concordia Oberhausen: So nennt Sakis Papachristos das Kellerduell gegen Concordia Oberhausen. „Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, stehen wir danach sehr wahrscheinlich auf einem Abstiegsplatz“, weiß der Coach, dass der eine Punkt, der die Neudorfer noch von der roten Zone trennt, schnell dahin sein kann. Concordia würde mit einem Sieg ebenfalls auf einen Zähler an TuRa herankommen. Für Papa­christos kommt der plötzliche Abstiegskampf nicht unerwartet. „Ich habe immer davor gewarnt. Aber die Jungs dachten, ach Trainer, zehn Punkte Vorsprung reichen.“ Im Endspurt geht dem Team auch noch weiter das Personal aus. Sascha Bereths und Paul Ihnacho hätten „sich einfach nicht mehr blicken lassen“, so der Coach, Hakan Yildirim fehlt voraussichtlich zwei Wochen rotgesperrt.

Blau-Weiß Oberhausen – Meiderich 06/95: Meiderich könnte sich mit einem Sieg fast schon retten. „Wir müssen mindestens noch einmal gewinnen, und das am liebsten so schnell wie möglich. Aber beim Spitzenreiter wird das natürlich eine Hausnummer“, weiß Ralf Gemmer, der auf Marcel Gesemann, Lars Gronemann (beide gelbgesperrt), Tim Kaiser und Marcel Schuppan (angeschlagen) verzichten muss. Nicht nur aus eigenem Interesse würde der Trainer dem Spitzenreiter aber gern ein Bein stellen, sondern auch mit Blick auf seinen „Kumpel“ Michael Roß.

Rot-Weiß Mülheim – Viktoria Buchholz: Der Buchholz-Coach würde sich freilich über einen Erfolg der Gemmer-Elf freuen, so könnte der Zweite den Fünf-Punkte-Abstand auf Blau-Weiß verkürzen. Nach dem 2:2 im letzten Spiel gegen BWO hat Roß den Lirichern aber schon indirekt zur Meisterschaft gratuliert. „Wir haben gezeigt, dass wir zu den Topteams der Liga zählen, und wollen auf jeden Fall den zweiten Platz behalten“, sagt der Trainer.

Rheinland Hamborn – SV Genc Osman: Die Luft scheint beim Dritten aus Hamborn, der zuletzt erneut überraschend hoch verlor, raus zu sein. „Im Derby gegen Genc gibt es vielleicht noch mal ein bisschen Brisanz“, hofft Trainer Bayram Cetinyürek, der wieder auf Kapitän Selo Atik zählen kann, auf eine kleine Motivationsspritze. Ilyas Basol sieht im Derby eher „ein Freundschaftsspiel“, so der Genc-Coach. „Für beide geht’s um nichts mehr und unser Ergebnis wird auch niemandem schaden.“

Schwarz-Weiß Alstaden – Hamborn 07: Für die Löwen geht es nach dem am Mittwoch perfekt gemachten Einzug in den Niederrheinpokal ebenfalls nur noch um die goldene Ananas. Alles andere als ein Sieg gegen den Absteiger wäre eine Überraschung.

DJK Vierlinden – SGP Oberlohberg: Bei neun Vorsprung zum Abstiegsplatz kann die DJK mit einem Sieg gegen die SGP den Klassenerhalt endgültig klar machen. „Oberlohberg ist schon abgestiegen, wir wollen nicht noch da reinrutschen, wo sie schon sind“, hofft Ahmet Tutal auf den rettenden Dreier. Besir Muga (Leisten-OP) wird in dieser Saison nicht mehr eingreifen.