TuRa 88 fängt zunächst stark an, lässt dann stark nach

TuRa 88 (hier Fotios Papachristos im Spiel gegen Viktoria Buchholz) baute nach starkem Hinrundenstart zuletzt dramatisch ab.
TuRa 88 (hier Fotios Papachristos im Spiel gegen Viktoria Buchholz) baute nach starkem Hinrundenstart zuletzt dramatisch ab.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Hinrundenfazit: TuRa 88 schnupperte erst an der Tabellenspitze, stürzte dann ab und will nun nur nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Duisburg..  Das Abschneiden von TuRa 88 Duisburg in der Hinrunde lässt sich für Sakis Papachristos simpel zusammenfassen: „Wir haben stark angefangen und dann stark nachgelassen“, blickt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten zurück.

Mit zehn Spielen ohne Niederlage startete der Vorjahresdritte in die Saison – länger blieb einzig Tabellenführer Blau-Weiß Oberhausen ungeschlagen. TuRa schnupperte als Dritter selbst lang an der Spitze der Gruppe 6. Doch dann setzte es beim 0:4 in Osterfeld die erste Niederlage. Was folgte, war der Absturz bis auf Platz neun.

Dass die Neudorfer nun nur als Achter (27 Punkte / 30:30 Tore) mit neun Punkten über dem Abstiegsstrich überwintern, macht Papachristos vor allem an einer Sache fest: „An unserer Überheblichkeit.“

Der Trainer führt aus: „Nach dem guten Start waren wir uns zu sicher und haben gedacht, dass wir das mal eben locker über die Bühne kriegen. Aber locker und mal eben gibt es in unserer Gruppe nicht“, stellt der Coach klar. „Wir waren lange ungeschlagen, ja. Aber wir haben auch sechsmal Unentschieden gespielt, und mit der richtigen Einstellungen hätten wir sicher vier Spiele davon gewinnen können.“ Insbesondere vom Großteil der 14 Neuzugänge, die TuRa für viele Trainer zum Geheimfavoriten werden ließ, ist Papachristos enttäuscht. „Da haben wir viel Pech gehabt. Nur Jacek Niemyjski und Sergio Pinto-Cruz haben durchgespielt“, so der Coach. Sieben der Neuzugänge haben inzwischen auch schon wieder das Weite gesucht. „Aber ich trainiere lieber mit 17 Mann, die sich richtig reinhängen, als mit 24 Leuten, die, wenn sie denn zum Training kommen, irgendwie durch die Gegend rennen, Ansprüche stellen und die Hand aufhalten“, unterstreicht der Trainer seine Linie und nennt ein Positivbeispiel: „Wenn ich sehe, was ein Hakan Karabel mit seinen 36 Jahren an Kilometern abspult, frage ich mich, was sich die anderen eigentlich denken.“

Nicht alle Neuzugänge konnten überzeugen

Auch von manchem Neuzugang, der noch an Bord ist, erwartet der Trainer in der Rückrunde mehr: „Vor allem von einem erfahrenen Mann wie Florian Theißen, der schon in der Oberliga und viele Jahre in der Landesliga gespielt hat, habe ich mehr erwartet.“ Und bei Emre Kilicaslan verhalte es sich etwa so wie mit TuRas Abschneiden in der Hinrunde, sagt Papachristos: „Am Anfang war er eine Rakete. Doch dann kam die Überheblichkeit. Jetzt muss er sich quälen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Aber ich hoffe, dass er in der Rückrunde noch kommt.“

Zumal die Verstärkung, die Sakis Papachristos vor allem im Mittelfeld für notwendig hält, noch nicht in Sicht ist, gibt es für den Trainer in der Rückrunde nun nur noch ein Ziel: „Nix mit dem Abstieg zu tun zu haben. An etwas anderes denke ich nicht.“