Traurige Gewissheit für die Löwen-Reserve

Aus und vorbei: Für Hamborn 07 II und seinen Trainer Andreas Kubinski
Aus und vorbei: Für Hamborn 07 II und seinen Trainer Andreas Kubinski
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Gang von Hamborn 07 II in die Kreisliga ist besiegelt. In der Gruppe 6 stehen die Absteiger Nummer drei und vier fest. Auch TuRa 88 ist nun mit in der Verlosung.

Vier Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Bezirksliga hat die Löwen-Reserve traurige Gewissheit. Nach dem 0:2 gegen Katernberg ist das Schlusslicht der Gruppe 5 bei 13 Zählern Rückstand zum rettenden Ufer nun auch rechnerisch abgestiegen. In der Gruppe 6 stehen mit Arminia Lirich und SGP Oberlohberg die Absteiger drei und vier fest. Bei der Vergabe der letzten drei Abstiegsplätze ist TuRa 88 nach der Niederlage in Meiderich nun mit in der Verlosung.

Gruppe 6: Meiderich 06/95 – TuRa 88 Duisburg 3:1 (1:1):„Wer das Spiel verliert, wird Boden nach unten verlieren“, hatte Ralf Gemmer vor dem Kellerduell in Meiderich prophezeit. Freilich konnte der 06-Coach froh sein, dass es nicht sein Team erwischte – aber er sollte recht behalten. Durch Siege der Konkurrenz sind die Neudorfer, für die Jan-Felix Juschka zum 1:1 traf, nur noch einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernt. Gemmer ist überzeugt, „dass es TuRa trotzdem schaffen wird“, selbst musste der Coach nach dem wichtigen Sieg den Andre Meier (2) und Petros Tzikas besorgten aber auch erstmal durchatmen. Denn so hält sein Team den Sechs-Punkte-Abstand zum Keller aufrecht. „Wir mussten gewinnen und die Jungs haben alles super umgesetzt.“ TuRa hingegen verlor zu allem Überfluss auch noch Verteidiger Hakan Yildirim, der Rot für ein Foulspiel von hinten an Meier sah.

Hamborn 07 – DJK Vierlinden 2:1 (0:0):Während Ahmet Tutal krank das Bett hüten musste, kamen seine Vierlindener Jungs mit leeren Händen aus dem Holtkamp zurück. Bis zur 60. Minute war es sein sehr ausgeglichenes Spiel und ein offener Schlagabtausch, aber nach dem 1:2 hat 07 noch einige gut Chancen gehabt“, zog DJK-Co-Trainer Said Belhadj kein negatives Fazit. Das 1:0 durch Oguzhan Maminoglu hatte Peter Pfeifer noch ausgleichen können, doch dann stellte Daniel Brosowski die Zeichen für die Gastgeber auf Sieg. „Ich bin sehr zufrieden, es war richtig schön anzusehen, wie wir gespielt haben“, so Haluk Piricek. Nur die Spannung hielt der Coach für unnötig. „Wir hätten noch fünf Stück machen müssen.“ Ein Sonderlob bekam Außenverteidiger Ender Türkmen, der in der nächsten Saison aus der A-Jugend in den Kader der „Ersten“ aufrücken wird.

SV Genc Osman – Rot-Weiß Mülheim 4:2 (1:0): „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. So war es heute auch bei uns“, fasste Ilyas Basol den Ablauf beim Sieg gegen die zuletzt aufstrebenden Rot-Weißen zusammen. Erkan Acikgöz (2), Vahdet Özgül und Kevin Kirchner sorgten für klare Verhältnisse.

Adler Osterfeld – Rheinland Hamborn 6:2 (3:1): Ohne den verletzten Kapitän Selahtin Atik kassierte Rheinland erneut eine überraschend deutliche Schlappe. „Seit dem Spiel gegen Blau-Weiß Oberhausen ist die Luft bei uns raus“, so Coach Bayram Cetinyürek. Das Ergebnis fiel in seinen Augen jedoch zu hoch aus: „So schlecht haben wir nicht gespielt, aber wir haben individuelle Fehler gemacht.“ Dejan Orlovic und Bilal Kayaoglu trafen.

Gruppe 5: DJK Katernberg – Hamborn 07 II 2:0 (1:0): Zwölf Punkte sind noch zu vergeben, 13 fehlen den Löwen zum rettenden elften Platz: Der Gang in die Kreisliga ist nun unausweichlich. „Das war schon lange klar“, nahm Andreas Kubinski die nun auch rechnerisch bestätigte Hoffnungslosigkeit gefasst auf. „Aber dass wir ein schlechtes Spiel, das kein Bezirksliga-Niveau hatte, auch noch verlieren, ist für mich eine Riesenenttäuschung“, so der Coach. Von der Einstellung her machte er seinem Team, zu dem auch die A-Junioren Manuel Kausch und Kevin Karczewski zählten, keinen Vorwurf. „Aber es fehlt bei uns einfach an der Qualität.“