Toralarm am Finaltag

„Kann ich die Aussage verweigern?“ - Rheinland-Coach Bayram Cetinyürk fand das 4:11 gegen Concordia nicht wirklich lustig, nahm es aber mit Humor.
„Kann ich die Aussage verweigern?“ - Rheinland-Coach Bayram Cetinyürk fand das 4:11 gegen Concordia nicht wirklich lustig, nahm es aber mit Humor.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
62 Mal treffen die Kicker der Gruppe 6 zum Saisonende. Rheinland kassiert ein 4:11 bei Absteiger Concordia

Ein typischer letzter Spieltag, wenn es um nichts mehr geht: Zum Saisonabschluss ließen es die Bezirksliga-Kicker in der Gruppe 6 noch einmal richtig krachen. Inklusive des Duisburger Derbys zischen Buchholz und Genc Osman (siehe Extra-Artikel) klingelte es am Finaltag insgesamt 62 Mal. Auch das Abschiedsspiel von Hamborn 07 II in der Gruppe 5 hatte es mit sieben Toren noch einmal in sich. Den Vogel aber schoss wohl Rheinland Hamborn mit seinem Auftritt bei Concordia Oberhausen ab.

Concordia Oberhausen – Rheinland Hamborn 11:4 (4:2): „Darf ich die Aussage verweigern?“, war Bayram Cetinyüreks erste Reaktion auf den Anruf der Redaktion. Zumal der Aufsteiger seinen dritten Platz auch durch die zweistellige Schlappe nicht einbüßte, konnte der Rheinland-Coach die derbe Pleite zum Abschluss einer starken Saison mit Humor nehmen. „Etwas enttäuscht war ich aber schon. Wir wollten zum Abschluss noch einmal richtig Gas geben, und dann liefern wir so eine grottenschlechte Leistung ab.“ Durch Besnik Misini führte Rheinland beim Absteiger nach fünf Minuten – 55 Zeigerumdrehungen später hatten Erdal Uyar, Valeri Fast und Halil Kaplan auf 4:5 verkürzt. Dann brachen alle Dämme.

Hamborn 07 – Rot-Weiß Mülheim 8:1 (5:0): Am Holtkamp herrschte nach einer lange angespannten Gefühlslage im holprigen Saisonverlauf zum Schluss noch einmal richtig ausgelassene Stimmung. Dafür sorgten Mehmet Kilic, Daniel Brosowski, Milan Dehnen (je 2), Ercan Yayla und A-Junior Kaan Atik, die den Kantersieg gegen den Absteiger herausschossen. Selbst das 1:6 erzielten die Hamborner per Eigentor. „Wir haben mit dem Niederrheinpokal und Platz vier alle Ziele erreicht, Es war ein perfekter Abschluss für mich“, freute sich Interimscoach Haluk Piricek, der zur neuen Saison an Didi Schacht übergibt.

Meiderich 06/95 – SV Adler Osterfeld 4:1 (2:0): Die nach dem vorzeitigen Klassenerhalt von seinen Kickern versprochenen Bierduschen steckte Ralf Gemmer gern ein. Riccardo Nitto, André Meier, Dennis Freikamp und Christian Merks besorgten den klaren Sieg vor der Abschlussparty, und besonders gute Laune machten dem Trainer die Zusagen von André Meier und Petros Tzikas für die nächste Saison. „Sie haben Angebote aus der Oberliga abgesagt und sich für den Zusammenhalt in dieser geilen Truppe entschieden.“ Hinzu kommen die Neuzugänge Veli Taner (Hamborn 07) und Daniel Engel (Beeck 05).

Arminia Klosterhardt II – DJK Vierlinden 4:2 (0:1): Vierlinden gab die 2:0-Führung durch Peter Pfeifers Doppelpack noch aus der Hand und muss den siebten Platz somit an Meiderich abgeben. „Ich bin froh, dass die Saison nun vorbei ist“, atmete Ahmet Tutal einmal durch. „Wir hatten zum Saisonende hin immer mehr Personalsorgen und auch diesmal viele angeschlagene Spieler dabei. Da war die Luft nach dem 2:0 einfach raus.“ Sezgin Özhan und Armine Dominik Langenberg sahen nach einem Gerangel beide Rot.

Arminia Lirich – TuRa 88 Duisburg 4:2 (1:1): Zweimal legte Stefanos Papachristos für TuRa vor, doch am Ende mussten sich die Neudorfer, die nach der Rettung in der letzten Woche nur einmal trainierten, doch geschlagen geben. „Das war nur noch ein Austrudeln im Training, aber wir wollten das Spiel schon gewinnen“, so Co-Trainer Markus Kay. „Hüben wie drüben gab es reichlich Chancen. Lirich hat sie besser genutzt.“

Gruppe 5: SV Schonnebeck II – Hamborn 07 II 2:5 (1:2): 07 verabschiedete sich mit Anstand aus der Bezirksliga. Mit dem 5:2 nach Toren von Michel Domjahn, Kevin Kar­czewski, Muhammet Kara, Murad Taheri und Basha Arnold vollendeten die Löwen, die lange auf dem letzten Platz standen, vor dem Abstieg eine Serie von vier Spielen ohne Niederlage und lassen somit zumindest noch drei Teams hinter sich. „Die Jungs haben gezeigt, das sie ihr Herz am rechten Fleck haben“, lobte Coach Andreas Kubinski.