Super-Maike hält für Wedau gegen Biefang den Sieg fest

Die Chancen auf den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Frauen sind für den ETuS Wedau wieder gestiegen. Dank eines Heimerfolgs gegen den TV Biefang haben die Wedauerinnen bei noch zwei ausstehenden Spielen nun vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz.

TV Aldenrade –
TV Aldekerk 33:29 (19:15)

TVA: Ludwig (10/6), Scheja (6), Gensch (5), Kühnel, Lang (je 3), Hüsken, Rink (je 2), Schauenburg, Getz.

Schon vor dem Spiel hatte TVA-Trainer Manfred Wählen gesagt: „In anderen Jahren würde unsere Punktausbeute zur Meisterschaft reichen.“ Bei einer besseren Torausbeute in der Anfangsviertelstunde und höherer Aufmerksamkeit auf den Außenpositionen in der Defensive wäre gar ein deutlich höherer Sieg möglich gewesen. „Wir haben in der Deckung äußerst variabel gespielt und dem Gegner immer neue Aufgaben gestellt“, so Wählen. Vor allem das Deckungszentrum wirkte phasenweise wie zementiert für Aldekerk. Dennoch blieb der Gegner dran und verkürzte nach zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung des TVA in der 50. Minute auf 26:27. So war die 44. Minute mehr als nur eine Showeinlage, sondern möglicherweise spielentscheidend: Erst traf Jenny Lang in 4:6-Unterzahl zum 25:19 – im Gegenzug parierte Keeperin Manuela Doktor innerhalb weniger Sekunden drei (!) freie Würfe der Gäste und bekam dafür Szenenapplaus. Vor der Pause hatte die ebenso starke Katja Knorr den Gegner zur Verzweiflung getrieben.

ETuS Wedau –
TV Biefang 22:21 (11:11)

ETuS: Feldmann (6), Walter (5), Asmuth, Szymanowicz (je 2), Jugovac (2/2), Reuter, Pusch, Roth, Ueffing, Kaiser.

Erleichtert fielen sich die Wedauerinnen nach dem immens wichtigen Sieg gegen Biefang in die Arme. Es war sicher kein Handball-Leckerbissen, den die Zuschauer geboten bekamen, dafür war es spannend. „Es war das erwartet schwere Spiel, aber das war auch gegen eine unterbesetzte Biefanger Mannschaft nicht verwunderlich. Die Nervosität war dem Team deutlich anzumerken“, resümierte Trainer Jörn Janhsen erleichtert. Knapp vier Minuten vor dem Ende sorgte Nicole Walter, die in der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel gekommen war, für die Entscheidung. Danach rührte der ETuS Beton an und rettete, trotz eigener vergebener Chancen, den knappen Vorsprung über die Zeit. Dabei hätten die Gastgeberinnen bereits in der ersten Halbzeit für deutliche Verhältnisse sorgen können, doch gleich mehrfach vergaben sie frei vor dem Tor. Dafür stand die Deckung diesmal oft genug bombensicher. und mit Maike Beschoten zwischen den Pfosten bekam „der Sieg einen Namen“, wie Janhsen begeistert bemerkte. Denn ohne die Wedauer Schlussfrau hätten die Gäste die Nase wohl deutlich vorne gehabt. Von insgesamt zwölf Siebenmetern für Biefang (der ETuS bekam zwei) parierte Beschoten starke sechs Würfe. Janhsen: „Das war eine starke Mannschaftsleistung mit einer Super-Maike dahinter. Da ist uns heute eine große Last von den Schultern gefallen.“