Sunay Acar ballt die Faust: „Da geht noch was“

Günter Abel zeigte sich mit dem Engagement seiner Schützlinge zufrieden. Mit 19 Punkten hat der VfB Homberg wieder Kontakt zum rettenden Ufer hergestellt.
Günter Abel zeigte sich mit dem Engagement seiner Schützlinge zufrieden. Mit 19 Punkten hat der VfB Homberg wieder Kontakt zum rettenden Ufer hergestellt.
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Durch das 3:1 über Nievenheim feierte der VfB Homberg den ersten Heimdreier seit November 2014 und verkürzte den Abstand auf das rettende Ufer.

Durch das 3:1 (1:0) über Mitkonkurrent VdS Nievenheim feierten die Oberliga-Fußballer des VfB Homberg nicht nur den ersten Heimdreier seit November 2014, sondern verkürzten den Rückstand auf das rettende Ufer auf sieben Punkte. „Was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben, war ordentlich. Wenn wir diese Leistungen schon in der Vorrunde abgerufen hätten, wären wir gar nicht in dieser Situation. Ich glaube nach wie vor daran, dass wir es packen können“, ballte Hombergs Routinier Sunay Acar symbolisch die Faust.

Acar ging als Kapitän vor 220 Zuschauern im PCC-Stadion mit Einsatz und Leidenschaft voran, musste seinen Dienst aber nach 80 Minuten beenden. Trainer Günter Abel: „Sunay war schon gelbverwarnt, deswegen haben wir reagiert und ihn rausgenommen. Was er bis zur Endphase gezeigt hat, war vorbildlich.“

Für die Gelb-Schwarzen, die im Tor wieder mit dem entsperrten Martin Hauffe anstelle des durchaus überzeugenden Talents Fabian Groß aufliefen, begann die Partie nach Wunsch. Oguzhan Cuhaci gelang mit einem leicht abgefälschten Schuss das frühe 1:0 (15.). Bis zur Pause blieben weitere Chancen Mangelware. Nievenheim brachte sich durch einen Freistoß von Salvatore Franciamore zurück ins Spiel (49.). „Total unnötig“, befand Günter Abel, der mit Sebastian Schweers aber das richtige Frust-Gegenmittel einwechselte.

Die Gäste dezimierten sich zunächst durch eine Notbremse von Hikaru Kase, der Hombergs Jura Adolf kurz vor dem Strafraum umriss (60.). Der VfB erhöhte den Druck und wurde belohnt. Auf Schweers-Flanke gelang dem angeschlagenen Almir Sogolj das 2:1 aus kurzer Distanz (68.). „Almir hat sich trotz seiner Fußverletzung reingehauen und hätte eigentlich noch zwei weitere Dinger machen müssen“, so Abel, der Joker Schweers ausdrücklich lobte: „Sebastian hat gekämpft, gemacht und die beste Reaktion gezeigt, die ein Einwechselspieler zeigen kann.“

Patrick Polk setzte in der letzten Minute den Schlusspunkt zum 3:1 für den VfB Homberg, der mit viel Beifall in die Kabine verabschiedet wurde. „19 Punkte“, bilanzierte Coach Abel, „sind zwar immer noch nicht viel, aber wir haben unsere Situation verbessert. Der Weg ist nach wie vor weit, doch unsere Jungs ziehen dran. Hier lässt sich keiner hängen. Der Verein kann stolz auf diesen Haufen sein. Das wahre Gesicht zeigt sich nämlich erst, wenn es nicht läuft.“ Schlusswort von Sunay Acar: „Wir haben noch mehrere direkte Duelle. Da geht noch was.“

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