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Strafe allein reicht nicht

12.11.2012 | 12:15 Uhr

Die Welle der Gewalt auf den Fußball-Plätzen im Amateur- und Jugendbereich nimmt kein Ende. Mit dem Spielabbruch am Sonntag in Wehofen, nachdem ein Spieler den gegnerischen Trainer krankenhausreif getreten hatte, ist ein weiterer trauriger Höhepunkt erreicht. Schon seit Wochen geht es auf den Plätzen drunter und drüber. Geschlagene Spieler, verletzte Zuschauer, attackierte Schiedsrichter – Vereine und Verbände erscheinen machtlos.

Dabei hat der Fußball-Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken gerade am vergangenen Freitag durch seinen Vorsitzenden Frank Adams per Pressemitteilung verlauten lassen, dass er „in Fällen von Gewalt auf unseren Sportplätzen durch gezielte Maßnahmen schneller reagieren“ wolle. Mit einem Strafenkatalog allein werden die Verbände der Sache aber kaum Herr werden können.

Die Vereine benötigen dringend Unterstützung, um ihrer sozialen Aufgabe gerecht werden zu können. In vielen Fällen verlieren die Übeltäter, wenn sie durch Strafen oder Sperren aus dem Verkehr gezogen werden, den letzten Halt im sozialen Netz. Ein Ansatz ist die Trainer-Ausbildung, die in der breiten Masse im pädagogischen Bereich offenbar unzureichend ist. Ein weiterer Ansatz ist die Vorbildfunktion der Erwachsenen – sowohl im Profi-Sport, als auch im Amateur- und Freizeit-Sport. Vor diesem Hintergrund sind die Fußballer aus Vierlinden und Wehofen Opfer und Täter zugleich. Dirk Retzlaff

Dirk Retzlaff


Kommentare
13.11.2012
11:15
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