Spitzenspiel: FSV gegen Schonnebeck

Ahmet Talha Kilinc (links) spielt beim FSV seit Wochen in herausragender Form.
Ahmet Talha Kilinc (links) spielt beim FSV seit Wochen in herausragender Form.
Foto: Funke Foto Services
Am Samstag um 17 Uhr ist der Tabellenführer der Landesliga an der Warbruckstraße zu Gast. DSV 1900 spielt in Rellinghausen.

Duisburg..  Am Samstag gilt es für die Landesliga-Fußballer des FSV Duisburg. Die Obermarxloher rechnen mit einer Zuschauerkulisse im oberen dreistelligen Bereich, wenn um 17 Uhr das Spitzenspiel gegen die SV Schonnebeck an der Warbruckstraße angepfiffen wird. Drei Punkte trennen das Team von Heiko Heinlein vom Tabellenführer aus Essen – und drei Optionen gibt es naturgemäß für den Ausgang, die der Trainer allesamt im Kopf schon durchgespielt hat.

Wenn der FSV gewinnt . . . „Dann sollte endlich jeder Zweifel daran zum Verstummen kommen, dass wir zu Recht dort oben stehen. Genau wie bei einem Unentschieden wird dann aber noch längst nichts entschieden sein.“

Wenn die Partie mit einem Remis endet . . . „Dann ist für uns bei drei Punkten Rückstand auf Schonnebeck noch immer viel machbar. Es würde uns auf jeden Fall helfen, den zweiten Platz zu festigen, der ja zur Teilnahme an der Relegation berechtigt. Je nach Spielverlauf kann ein Punkt auch wieder für die Moral wichtig sein.“

Wenn der FSV verliert . . . „Dann müssten wir realistisch gesehen den ersten Platz abschreiben. Mit sechs Punkten Rückstand und der schlechteren Tordifferenz wäre der Abstand zu groß. Fußball ist halt nicht planbar, deshalb muss man sich auch damit beschäftigen.“

Das ist natürlich nicht das, was er und seine Mannschaft wollen. Der FSV ist in diesem Jahr noch ungeschlagen, hat die Oberliga fest ins Visier genommen. Mit dem 2:2 am Ostermontag in Lackhausen gab es den ersten kleinen Stolperer, der dafür sorgte, dass der erste Tabellenplatz heute außer Reichweite ist – dafür müsste schon ein nicht zu erwartender 7:0-Sieg her.

Ein 1:0 würde den Gastgebern schon reichen, und eine torreiche Partie erwartet Heinlein dann auch gar nicht erst: „Das wird ein von Taktik geprägtes Spiel, in dem es darauf ankommt, dass wir Geduld haben. Schonnebeck wird sicher keinen Hurrafußball spielen.“ Personell gibt es eine zwingende Änderung, weil Aleksandar Jovic in Wesel die fünfte gelbe Karte kassiert hat. „Drei dumme waren darunter“, ärgert sich Coach Heinlein, der dafür Ali Basaran nach vorn zieht. Dessen Platz als Rechtsverteidiger nimmt wieder Yalcin Alkurt ein.

DSV will Schwung mitnehmen

Mit dem Schwung des Pokalsiegs in Heißen will der Duisburger SV 1900 in die Partie beim Tabellenvierten ESC Rellinghausen (So., 15 Uhr) gehen. Zwar war die Abwehr beim 6:4-Auswärtserfolg in Mülheim nicht sattelfest, „aber das war halt ein Pokalspiel. Da zählt das Weiterkommen. Solche Spiele laufen anders als üblich“, so DSV-Trainer Ralf Kessen. Dennoch betont er: „In Rellinghausen dürfen wir natürlich nicht so naiv verteidigen.“ Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams 2:2 unentschieden. „Aber Rellinghausen hat uns auch in Unterzahl das Leben sehr schwer gemacht“, so der DSV-Coach.

Die Leistung von der 1:3-Heimniederlage vor einer Woche gegen Königshardt ist für Kessen abgehakt. „Ich werde nicht auf das Team draufhauen. Wir haben schlecht gespielt, haben aber dennoch wenig zugelassen und hätten einfach unsere Chancen nutzen müssen.“ Wenn wir noch zweimal gewinnen, stehen wir im gesicherten Mittelfeld.

Verzichten muss Kessen auf Steffen Murke (Leistenzerrung) und Bastian Helms, der nach wie vor privat verhindert nicht zur Verfügung steht.