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Späte Erlösung

19.02.2012 | 20:32 Uhr
Späte Erlösung
Gelungenes Debüt: MSV-Stürmer Mike Hibbeln war auch von Ex-FCK-Profi Moussa Ouattara (rechts) kaum zu stoppen.

Der MSV Duisburg II stellt in einem einseitigen Spiel beim SV Schermbeck erst in der Schlussviertelstunde die Weichen für den verdienten Sieg

Die Erlösung ließ auf sich warten. 75 Minuten lang wähnte sich Djuradj Vasic im gleichen Film, den seine Kicker schon des Öfteren in dieser NRW-Liga-Saison abgespielt hatten. Der MSV Duisburg II spielte beim SV Schermbeck souverän auf, hatte die Partie im Griff und erarbeitete sich Chancen. Einziges Manko: Der Ball landete nicht im Tor. Doch in der 75. Minute hielt es den MSV-Coach und das gesamte Trainerteam nicht mehr auf der Bank, stürmten Vasic und Co auf den durchweichten Rasen des Schermbecker Waldsportplatzes. Aus 25 Metern hatte Bünyamin Aksoy gerade die Kugel zum 1:0 ins Eck gezirkelt und den verdienten 2:0 (0:0)-Sieg der Zebras eingeleitet.

Zehn Minuten später dachte sich Andre Dej, was Aksoy kann, kann ich auch. Bei einem Freistoß aus erneut 25 Metern nahm der abermals agile Flügelflitzer Maß und setzte das Spielgerät über die Mauer hinweg in den linken Winkel. Auch wenn das Ergebnis nicht so hoch ausfiel wie beim Saisonauftakt (5:0), sah Vasic auch zum Beginn der Rückrunde einen Start nach Maß.

Team kompensiert Abgänge

„Wir sind von Beginn an mit Spannung ins Spiel gegangen“, so der Coach, „wir haben etwa 30 Minuten zur Anpassung gebraucht, doch es war ein sehr einseitiges Spiel.“

Das war es. Der SVS brachte es über 90 Minuten zu zwei ernsthaft gefährlichen Aktionen, ansonsten ließ die Abwehr der Zebras nichts zu. Ganz nach Vasic‘ Geschmack: Wir haben gepresst und sehr offensiv verteidigt, so dass Schermbeck seine Stärken im Angriff nicht entfalten konnte“, sah der Coach beispielsweise einen abgemeldeten SVS-Angreifer Ouro-Akpo. „Das wir erst nach der sechsten Chance zum Tor gekommen sind, ist nicht so gut“, wurmte den Trainer die Ausbeute schon etwas, „aber wir haben uns über 90 Minuten sehr professionell verhalten.“

Auch Stürmer Mike Hibbeln stimmte den Trainer bei seinem ersten Einsatz von Beginn an zufrieden: „Er brauchte etwas Zeit, hatte dann aber ein paar gute Szenen.“ So vermisste der Coach auch nicht die abgewanderten Spieler Haluk Türkeri und Marko Martinovic. Ins Team rückten neben Hibbeln, Burak Akarca als rechter und Sergej Karimow als linker Verteidiger. Daniel Reiche sicherte neben Tanju Öztürk die Mittelfeldzentrale ab.

„Trotz der Abgänge und personellen Änderungen haben wir eine Atmosphäre geschaffen, die uns als Team auftreten lässt. Jeder hat das Beste aus sich heraus geholt“, war Vasic angetan. „Das ist der Fußball, den wir sehen wollen.“ Nur die Tore könnten noch eher fallen…

Sven Kowalski

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