Sommernachtslauf geht in die 18. Runde

Am Samstag haben die Läufer die Straßen rund um den Steinhof im Griff.
Am Samstag haben die Läufer die Straßen rund um den Steinhof im Griff.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Veranstalter TuSpo Huckingen setzt auf die Nachmelder. Im Vorfeld hielt sich das Interesse in der Läuferszene in Grenzen.

Duisburg..  Am Steinhof ist am Samstag der Tiger los. Zum Fraß wird der Raubkatze aber niemand vorgeworfen. Eher umgekehrt. Verkleidet im Tigerkostüm möchte sich Apotheker Holger Bryll bei der Bambini-Runde, die um 16.30 Uhr den Sommernachtslauf einläutet, von einer Horde kleiner Menschen einfangen lassen. Eine Idee, für welche die Organisatoren von TuSpo Huckingen sehr dankbar sind. Denn sie hoffen vor allem, dass bei der 18. Ausgabe des Huckinger Sommernachtslaufes endlich auch mal wieder richtig der Bär steppt. Da sind neue Einfälle immer willkommen.

Für ein volles Haus am Steinhof, so wie es die Huckinger in früheren Zeiten erlebt hatten, wird Brylls Einfall allein wohl nicht reichen, wenn um 19.30 Uhr der Hauptlauf über 10 000 Meter startet. Mit dem steppenden Bär sieht es im Vorfeld eher mau aus. „Wir haben bislang eine ziemlich miserable Zahl an Teilnehmern“, berichtet Roman Roßmann. Nur 100 Meldungen musste der Mitorganisator bislang registrieren. Da waren es selbst im letzten Jahr mehr, als nur 225 Teilnehmer an die Starts der vier verschiedenen Läufe gingen, was die Huckinger bereits etwas sorgenvoll in die Zukunft des Sommernachtslaufs blicken ließ.

Etwas Hoffnung auf mehr Meldungen, die für zwei Euro mehr auch noch vor Ort bis zu 30 Minuten vor den jeweiligen Starts möglich sind, hat Roßmann schon. „Im letzten Jahr, hat Deutschland an dem Tag bei der Fußball-WM gespielt, was wohl einige Leute vom Lauf abgehalten hat. Und noch haben wir keine Vereinsmeldungen. Da könnte noch etwas passieren.“ Der Mitorganisator schiebt aber auch nach: „Wenn es nicht mehr Starter als im letzten Jahr werden, müssen wir uns überlegen, ob wir den Lauf weiter durchziehen. Ich wäre dann dafür, ihn zu streichen.“

Denn der Sommernachtslauf mit all seinen notwendigen Straßensperrungen und der Anmietung des Steinhofs ist die aufwändigste Veranstaltung der Huckinger. „Und sie ist ja auch von der Infrastruktur her für deutlich mehr Läufer angelegt.“ Warum aber ausgerechnet im Sommer beim Finale der Süd-Cups weit weniger Teilnehmer kommen als beim Biegerparklauf im November und beim Angerlauf im Januar, der zuletzt mit 323 Startern sein zweitbestes Meldeergebnis in den letzten acht Jahren erlebte, kann sich Roßmann nicht erklären.

Kruck nicht am Start

Selbst die Süd-Cup-Wertung, die sich aus diesen drei 10000-Meter-Strecken ergibt, konnte da wenig bis keine Besserung bringen. Fabian Dichans vom ART Düsseldorf will seine Führung vor Markus Spangenberg und Tobias Jazbec heute aber jedenfalls verteidigen. Felicitas Vielhaber (TuSEM Essen) musste dieses Vorhaben verletzungsbedingt absagen, sodass Nina Koopmann (ASV) und Martina Schimanski (TSV Viktoria Mülheim) gute Chancen auf den Pokal haben.

Der Sieger des Rhein-Ruhr-Marathons wird ausnahmsweise mal nicht dabei sein. Denn Karsten Kruck vom ASV Duisburg startet bereits einen Tag später bei den NRW-Meisterschaften. Mit dem Schotten Nikki Johnstone (ART Düsseldorf), der den letzten Angerlauf trotz Sturm und Matsch in 33:16 Minuten gewann, Thorsten Graw (LG Dorsten) und Klaus Eickel von der LGO Bochum sind aber einige andere schnelle Athleten am Start. Auf einige Zusagen von bekannten Namen wartet Roman Roßmann noch. „Es könnte wieder ein sehr starkes Spitzenfeld geben.“ Und das hat Tradition beim Sommernachtslauf – auch ohne steppende Bären.

Alle Informationen zum Lauf gibt es im Internet unter der Adresse www.sued-cup.de/sommer