So unnötig, dass es nicht schön war

Alexander Helmdach, hier gegen Lüdenscheids Top-Stürmer Jiri Svejda, gab sein Bundesliga-Debüt im Tor der Duisburg Ducks.
Alexander Helmdach, hier gegen Lüdenscheids Top-Stürmer Jiri Svejda, gab sein Bundesliga-Debüt im Tor der Duisburg Ducks.
Foto: Michael Dahlke
Was wir bereits wissen
Die Duisburg Ducks waren auf einem guten Weg, führten zur Mitte des Spiels mit 5:2, verloren aber noch mit 9:11 gegen Lüdenscheid

Duisburg..  Als in der 30. Minute ein Schlagschuss von Verteidiger Timm Trede zum 5:2 für die Duisburg Ducks im Lüdenscheider Tor einschlug, schien alles geritzt zu sein. Die Enten waren im Duell der Skaterhockey-Bundesliga mit den Highlandern aus dem Sauerland die klar bessere Mannschaft. Vom Gegner kam kaum etwas. Doch am Ende steht eine 9:11 (2:2, 4:4, 3:5)-Niederlage – die so unnötig war, dass es schon nicht mehr schön war.

„Ich bin tierisch sauer“, war Trainer Sven Fydrich merklich geladen, als er nach der Teambesprechung aus der Kabine kam. „Ich verzeihe vieles. Wir haben eine junge Mannschaft. Wenn man einen Fehler macht, dann passiert das. Macht man ihn ein zweites Mal, okay. Aber wenn wir die gleichen Fehler immer wieder machen, werde ich sauer.“

Denn plötzlich fingen die Ducks an, in einem ohnehin nicht hochklassigen Spiel, in dem sie allerdings zuvor gut gearbeitet und Zweikämpfe für sich entschieden hatten, defensiv nur noch Geleitschutz zu fahren. Ein Verhalten, das ganz grundsätzlich keine Option ist, aber erst recht dann nicht, wenn mit Alexander Helmdach ein Junior sein Debüt im Tor gibt. Fortan waren es auch die kleine Dinge, die falsch gemacht wurden. So lagen beispielsweise zwischen dem dritten und vierten Lüdenscheider Tor ganze sechs Sekunden, weil die Ducks beim Bully ihre Gegenspieler einfach laufen ließen. So etwas passiert. Dass die 7:6-Gästeführung ganze neun Sekunden nach Beginn des letzten Drittels fällt, zeigt, dass der Coach Recht hat: Der gleiche dumme Fehler wurde einfach nochmal gemacht.

Fydrich resümierte: „Wie gesagt, das Team ist jung. Wir haben nach sechs Siegen nun zweimal verloren. Das war nicht das erste Mal, dass so etwas passiert, auch nicht das letzte Mal. Wir müssen nur schleunigst anfangen, diese Fehler abzustellen.“

Zu Pfingsten steht nun ein Turnier in Spaichingen an.

Duisburg Ducks –
Highlander Lüdenscheid 9:11

Drittel: 2:2, 4:4, 3:5
Tore: 1:0 (0:44) Petry (Lenz), 1:1 (14:42) Bruch (Svejda), 2:1 (16:00) Marten (Clemens), 2:2 (19:35) Elzner (Ortwein), 3:2 (22:47) Fiedler (Bernhardt), 4:2 (26:40) Bernhardt (Fiedler), 5:2 (29:22) Trede (Clemens), 5:3 (33:49) Stein (Svejda), 5:4 (33:55) Svejda (Stein), 5:5 (34:59) Elzner (May/4-3), 5:6 (38:46) Svejda (Könning/4-5), 6:6 (39:45) Bernhardt (Fiedler), 6:7 (40:09) Svejda (Bruch), 7:7 (41:09) Fiedler (Neuhausen), 7:8 (43:05) Könning (Bruch), 7:9 (50:20) Bruch (Ortwein), 8:9 (50:35) Fiedler (Neuhausen), 8:10 (51:51) Bruch (Svejda/3-3), 9:10 (Fiedler), Lenz, 9:11 (56:06) Svejda (Bruch).
Strafen: Duisburg 6, Lüdenscheid 6.