„So leicht wird es nicht mehr“

Ein schwerer Moment: Im Hintergrund feiern die Spieler des SC Düsseldorf-West mit ihren Fans den Aufstieg in die Oberliga, während FSV-Spieler Ahmet Talha Kilinc nach der Niederlage Trost braucht.
Ein schwerer Moment: Im Hintergrund feiern die Spieler des SC Düsseldorf-West mit ihren Fans den Aufstieg in die Oberliga, während FSV-Spieler Ahmet Talha Kilinc nach der Niederlage Trost braucht.
Foto: FUNKE Foto Services
Nach der klaren Niederlage in der Oberliga-Aufstiegsrunde leckt der FSV Duisburg seine Wunden. Derweil stehen schon sechs Neuzugänge fest.

Duisburg..  Mehmet Dag gab sich selbst die volle Breitseite. Als er sich auf den Kunstrasen an der Warbruckstraße setzte und getröstet werden musste, saß er genau in Blickrichtung der feiernden Spieler und Fans des SC Düsseldorf-West. Knapp 2000 Zuschauer dürften auf der Anlage des Fußball-Landesligisten FSV Duisburg gewesen sein, der nun genau das bleibt: Landesligist. Die Düsseldorfer haben durch das 4:0 im Aufstiegsrundenspiel den Sprung in die Oberliga geschafft.

„Die Enttäuschung“, sagte Trainer Heiko Heinlein später, „ist deswegen umso größer, weil es wohl nicht wieder so leicht werden wird, in die Oberliga aufzusteigen. Die Landesliga wird deutlich stärker.“ Da dürfte der Coach recht haben: Statt dreimal 14 Teams wie in der nun beendeten Übergangssaison, sind es künftig zweimal 18 Mannschaften. Die dazu kommende Qualität lässt auch der Neu-Oberligisten SC Düsseldorf-West vermuten, der in seiner Gruppe wie der FSV „nur“ Zweiter wurde, aber so ziemlich das Beste war, was sich in dieser Saison bei den beiden Duisburger Landesligisten vorgestellt hat.

Das Beste – da kommen freilich die Fans des FSV ins Spiel. Wie hoch die tatsächliche Zahl der Fans auch war, deutlich über 1500, knapp unter 2000. Geschenkt. Das Ambiente, die Stimmung, das ist mehr als ungewöhnlich. „Daher tut es mir ja gerade auch für die Zuschauer so leid, dass heute nichts geklappt hat“, sagt FSV-Spieler Musa Celik. „Das hat es doch im Duisburger Landesliga-Fußball noch nie gegeben. Aber leider hat keiner von uns das gespielt, war er kann.“ Das sieht auch Verteidiger Timo Welky so: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Offensiv hat so gut wie nichts funktioniert.“ Die Düsseldorfer dagegen hatten besonders in der ersten Halbzeit viel Ballbesitz und spielten die Sache souverän – auch dank der Gladbacher Schule, die viele West-Kicker durchlaufen haben. „Wenn du 0:4 verlierst, brauchen wir nicht darüber reden, ob das verdient war“, so Welky.

Vielleicht hat die Kulisse dann doch eher die Hausherren zu sehr beeindruckt. Taktische Vorgaben? Die wurden gerade in Hälfte eins kaum befolgt. „Da hätte ich auch auf Chinesisch oder Polnisch etwas reinrufen können“, beschreibt Heinlein eine Situation, als er eine Korrektur vornehmen wollte. Nach der Pause lief es besser – allerdings war es dann schon zu spät. Celik: „Wir müssen den Kopf hoch nehmen und es wieder versuchen.“

So hat der FSV auch schon die Planungen vorangetrieben. Mit Torhüter Dominik Langenberg (Arminia Klosterhardt) und den Feldspielern Andrej Walter (Rheinland Hamborn), Oguzhan Maminoglu Hamborn 07), Alkan Özay (Arminia Klosterhardt), Kaan Atik (Hamborn 07 A-Jugend) und Rafet Yildirim (SV Genc Osman Duisburg) stehen sechs Neuzugänge fest. Wer den Verein verlässt, will der FSV in Kürze bekanntgeben.