Sieg zwischen Ankunft und Abschied

Im Pokal-Final-Derby der beiden Zweitligisten hatte der ASCD II die Nase vorn.
Im Pokal-Final-Derby der beiden Zweitligisten hatte der ASCD II die Nase vorn.
Foto: Michael Dahlke
Die ASCD-Reserve gewinnt den NRW-Pokal im Derby gegen den DSV 98, der sich mitten in der Vorbereitung auf das Aufstiegsturnier befindet.

Duisburg..  Ankunft und Abschied – beides lag beim ASC Duisburg am Dienstagabend eng beieinander. Nachwuchstalent Efstratios Manolakis, der bei den Europaspielen in Baku mit 16 Treffern der zweitbeste Torschütze der deutschen U-17-Wasserball-Mannschaft war, kehrte erst um 11 Uhr morgens aus Aserbaidschan zurück. Pol Goma hingegen machte sich schon am Mittwoch auf den Heimweg in seine spanische Heimat. Zwischendrin lag der 13:8 (5:2, 1:2, 5:1, 2:3)-Sieg der Zweitliga-Reserve der Amateure im Finale um den NRW-Pokal gegen den Duisburger SV 98, der sich mitten in der Vorbereitung auf das Aufstiegsturnier zur 1. Bundesliga befindet. Für den ASCD war es der vierte NRW-Pokaltitel in Folge.

„Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, freute sich der inzwischen pitschnasse ASCD-Coach Peter Dubinak, der zur neuen Saison die Nachfolge von Arno Troost als Trainer des Bundesliga-Teams antreten wird. „Der Sieg für uns fiel eindeutig aus. Nach der 5:0-Führung ist der DSV noch einmal herangekommen, doch ab dem dritten Viertel hatten wir das Spiel wieder im Griff.“ Ein Abschied war dieses Spiel auch für Dubinak – in seiner Rolle als Vater. „Mein Sohn Daniel war heute mit 16 Jahren der Jüngste im Wasser. Er hat das sehr gut gemacht. Er kehrt nun nach Tatabán­ya zurück.“

Sicherlich hätte sich auch Marek Debski, der Trainer des DSV 98, nach dem Meistertitel in der 2. Liga West auch über den NRW-Pokalsieg gefreut, doch der Zeitpunkt war für die 98er nicht gerade optimal. „Wir stecken mitten in der Vorbereitung auf das DWL-Aufstiegsturnier.“ Medizinbälle, Gummiseile und Crossfit-Training – das sind die Dinge, mit denen sich die DSV-Spieler derzeit beschäftigen. „Ich denke, dass das auch zu sehen war.“ Das gilt insbesondere für das erste Viertel, als der ASCD II zwischen der dritten und siebten Minute auf 5:0 davonzog. Als es schon nach einem Debakel für 98 aussah, schüttelten die Gäste die Müdigkeit aus den Gliedern und verkürzten bis zur 13. Minute auf 4:5 – und ließen dabei noch einige beste Gelegenheiten ungenutzt. Danach fing sich der Amateur wieder und entschied die Partie letztlich klar für sich. „Am Ende war das aber deutlich zu hoch“, so DSV-Coach Marek Debski.

Für Peter Dubinak markiert dieser Pokalsieg das Ende seiner Zeit als Coach des „Backup-Teams“. „Ich freue mich wirklich sehr auf meine neue Aufgabe“, so der neue Cheftrainer des ASCD. Derweil sind die Gedanken von Marek Debski schon längst beim 4. und 5. Juli, wenn der DSV 98 in Brandenburg im Duell der vier Zweitliga-Meister mindestens Zweiter werden muss, um den Wiederaufstieg ins Oberhaus zu schaffen. „An sich sagt man, dass der Norden und Süden nicht so stark ist, doch bei Fulda, dem Südmeister, spielen zwei Kroaten und ein Slowake. Brandenburg hingegen haben wir schon geschlagen. Es ist schwer vorherzusehen, wie sich das Turnier entwickelt.“ Am 4. Juli um 18.30 Uhr trifft der DSV 98 in Brandenburg zunächst auf die Wasserfreunde Fulda; am 5. Juli folgen die Partien gegen Poseidon Hamburg (9.30 Uhr) und die SGW Brandenburg (16 Uhr).

ASC Duisburg II –
Duisburger SV 98 13:8

Viertel: 5:2, 1:2, 5:1, 2:3
ASCD: Illinger, Becker, Goma (je 3), Möller, Schüring (je 2).
DSV: Wies, Petrov (je 2), Elsenpeter, Wedekind, Standke, Leszek.

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