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Sieg und neue Sorgen

03.10.2010 | 21:29 Uhr
Sieg und neue Sorgen

Duisburg.2:0 des FCR beim SC Bad Neuenahr wird von Marina Himmighofens Verletzung getrübt. Nach Ausfall der Verteidigerin bringen die Gäste das Spiel in Unterzahl über die Runden.

Als sich ihre Teamkolleginnen auf dem Platz noch über den Sieg freuten, war Marina Himmighofen schon auf dem Weg ins Krankenhaus. Zehn Minuten vor dem Abpfiff war die Rechtsverteidigerin des FCR 2001 Duisburg, von Marina Hegering und Anne van Bonn gestützt, aus dem Innenraum des Stadions geführt worden. Ein böser Sturz auf den Rücken führte dazu, dass sie nicht mehr mitwirken konnte und die Gäste die letzten Minuten des Spiels beim SC Bad Neuenahr in Unterzahl bestreiten mussten. Am Spielstand änderte sich dadurch aber nichts mehr: Mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg hielt die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg den Kontakt zur Tabellenspitze und schob sich sogar durch den überraschenden Punktverlust des FC Bayern München gegen die SG Schönebeck auf Platz drei vor.

„Fußballerisch
nicht so toll“

Als ihr Trainerkollege Thomas Obliers ihr nachher zum Sieg gratulierte, klang der Dank von Martina Voss-Tecklenburg schon einen Hauch erleichtert. „Es war irgendwie ein komisches Spiel. Ich weiß noch gar nicht so recht, wie ich das bewerten soll. Fußballerisch war es insgesamt nicht so toll, aber am Ende ist mir das dann auch egal.“

Ein nachvollziehbares Fazit. Vor der prächtigen Naturkulisse des mit 1019 Zuschauern gefüllten Neuenahrer Stadions war der FCR-Elf die aktuelle Personalmisere oftmals deutlich anzumerken. Den bewährten Kräften geht langsam, aber sicher die Kraft flöten, dazu kommen die ständigen erzwungenen Positionsrochaden.

Müller in
der Startelf

Diesmal rückte Barbara Müller, Kapitänin der Zweitligamannschaft, für die ausfallende Linda Bresonik in die Startelf und nahm zusammen mit Femke Maes die Doppel-Sechs ein, weil Annemieke Kiesel gemeinsam mit Luisa Wensing innen verteidigte. Links hinten: wieder Stefanie Weichelt. Alexandra Popp begann im Sturm.

In einer starken Anfangsphase vergab der FCR die Möglichkeit, schnell davonzuziehen: Simone Laudehr hämmerte den Ball an die Latte (9.), dann traf Femke Maes den Pfosten, ehe erneut Laudehr mit ihrem Nachschuss an der auf der Linie stehenden Laura Stoerzel scheiterte. In der Folge verflachte die Partie aber deutlich. „Ich habe den Spielerinnen dann in der Pause auch gesagt, dass wir nicht weiter so auftreten können“, verlangte Martina Voss-Tecklenburg mehr Aggressivität.

Die legte dann in der vorentscheidenden Szene Alexandra Popp an den Tag. Die Jungnationalspielerin, inzwischen wieder in die Abwehr zurückgezogen, kam bei einer Ecke von Inka Grings nach vorn, lief perfekt ein und köpfte das 0:1 (58.). Gleichwohl hätte die Partie danach noch kippen können. Das verhinderte aber FCR-Keeperin Ursula Holl, die an alter Wirkungsstätte die allein durchgestartete Nicole Rolser mit einer starken Fußabwehr stoppte (71.). Sechs Minuten später machten zwei Einwechselspielerinnen alles klar: Kozue Ando schickte Mandy Islacker, die Nadine Richter mit einem sehenswerten Heber aus 20 Metern überwand.

Thomas Kristaniak

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Kommentare
05.10.2010
12:32
Sieg und neue Sorgen
von hackespitze123 | #4

Mann kann´s halt nicht allen Sportsfreunden recht machen, so ist das halt.
Das Team verdient imho vollen Respekt dafür, wie sie die ständigen Rückschläge verkraftet

05.10.2010
02:05
Sieg und neue Sorgen
von Klosterfrau | #3

Ja, ist wirklich doof, dass der Verein seit 2 1/2 Jahren Titel holt, echt Mist... *kopfschüttel*

04.10.2010
22:50
Sieg und neue Sorgen
von Das Zebra singt und lacht... | #2

Mit Verlaub, Sportsfreund, dass diese Trümmertruppe (damit meine ich nicht die Spielerinnen persönlich, sondern den allgemeinen Gesundheitszustand) momentan überhaupt noch oben dran bleibt und Siege einfährt ist sensationell...warte mal ab...wenn erst mal alle wieder fit sind sieht die Sache wieder ganz anders aus.

Spielen sie dann aber immer noch so, liegst du natürlich richtig...

04.10.2010
21:33
Sieg und neue Sorgen
von rockpommel | #1

Zitat:

„Es war irgendwie ein komisches Spiel. Ich weiß noch gar nicht so recht, wie ich das bewerten soll. Fußballerisch war es insgesamt nicht so toll, aber am Ende ist mir das dann auch egal.“

Und das merkt man leider seit 2 1/2 Jahren!

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